Bettina Wulff will 51 Google-Einträge löschen lassen

Bettina Wulff will 51 google-Einträge über ihre angebliche Rotlicht-Vergangenheit löschen lassen.
Bettina Wulff will 51 google-Einträge über ihre angebliche Rotlicht-Vergangenheit löschen lassen.
Foto: dapd
Bettina Wulff will nicht alle Google-Einträge zu ihrer angeblichen Rotlicht-Vergangenheit löschen lassen. Der Anwalt der frühere Präsidentengattin sagte, anders als die "Bild am Sonntag" schreibe, ginge es lediglich um 51 Einträge mit falschen Tatsachenbehauptungen.

Berlin.. Der Anwalt der früheren Präsidentengattin Bettina Wulff, Gernot Lehr, hat einen Bericht über die Löschung von Google-Einträgen zur angeblichen Rotlichtvergangenheit Wulffs teilweise dementiert. Anders als in der "Bild am Sonntag" dargestellt, habe seine Kanzlei nie um die Löschung von 3.000 Sucheinträgen gebeten, sagte Lehr am Montag.

Die Kanzlei habe dem Suchmaschinenkonzern Google im Frühjahr lediglich eine Liste mit 51 Einträgen übermittelt, auf denen falsche Tatsachen über Wulff behauptet worden seien. Diesem Schreiben sei irrtümlich eine wesentliche längere Liste mit mehreren tausend Einträgen beigefügt gewesen, die jedoch umgehend zurückgezogen worden sei. Auch habe die Kanzlei nie darum gebeten, den Link auf Bettina Wulffs Wikipedia-Eintrag zu löschen.

Google will bereits 8 der 51 monierten Einträge gelöscht haben

Ein Google-Sprecher bestätigte inzwischen, dass das Unternehmen 8 der 51 Sucheinträge wegen rechtswidriger Tatsachenbehauptungen gelöscht habe. Die an den Suchmaschinen-Betreiber übermittelte Beitragsliste enthält Artikel auf Internetportalen, die aufgrund ihres Unternehmenssitzes im Ausland teilweise juristisch schwer anzugreifen sind. Dazu zählt auch das als rechtsradikal geltende ultra-reaktionäre Portal kreuz.net. Dort sind die entsprechenden Artikel über Wulffs angebliche Vergangenheit jedoch nicht mehr zu finden. Moniert wurde allerdings auch ein medienkritischer Artikel der Wochenzeitung "Der Freitag", der noch online ist.

Anfang September hatten Bettina Wulffs Anwälte außerdem Klage wegen der sogenannten Autocomplete-Funktion von Google eingereicht. Diese Klage wird jetzt an die Google-Zentrale in die USA weitergeleitet. Wulffs Anwälte fordern darin die Löschung von 85 Suchbegriffen aus der automatischen Suchergänzung. (dapd)

 
 

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