Belgische Pannen-Reaktoren müssen erneut vom Netz

Das Archivbild zeigt einen Kühlturm der Firma Electerabel im Belgischen Tihange.
Das Archivbild zeigt einen Kühlturm der Firma Electerabel im Belgischen Tihange.
Foto: Archiv/afp
Knapp ein Jahr nach der Wiederaufnahme des Betriebs sind zwei Atomreaktoren in Belgien am Mittwoch wieder vom Netz genommen worden. Die Betreiber der Anlagen sprechen von "Vorsichtsmaßnahmen" wegen "Sicherheitsbedenken". Mit der belgischen Atomaufsicht seien zusätzliche Tests vereinbart worden.

Lüttich/Antwerpen. Zwei Atomreaktoren in Belgien sind wegen Sicherheitsbedenken erneut vom Netz genommen worden. Der Meiler Doel 3 nahe Antwerpen in Flandern und der Meiler Tihange 2 nahe Lüttich in der Wallonie würden "als Vorsichtsmaßnahme" ab sofort gestoppt, teilte die Betreiberfirma Electrabel am Dienstagabend in Brüssel mit. Die Reaktoren hatten nach der Entdeckung kleiner Risse bereits von Juni 2012 bis Juni 2013 stillgestanden.

Electrabel, eine Tochter des französischen Konzerns GDF Suez, hatte nach der Entdeckung der Risse mit der belgischen Atomaufsicht zusätzliche Tests vereinbart. Bei einem dieser Tests sind nun laut Electrabel Ergebnisse aufgetreten, "die nicht den Erwartungen der Experten entsprechen", wie es in der Mitteilung hieß. Dem sollen jetzt weitere Tests auf den Grund gehen und ab Mitte Juni Ergebnisse liefern. Ende April wären die Meiler für eine reguläre Überholung ohnehin abgeschaltet worden, teilte das Unternehmen weiter mit.

In Belgien sind an den Standorten Tihange und Doel insgesamt sieben Reaktoren in Betrieb. Das Land hat einen Atomausstieg vereinbart: Alle Meiler sollen zwischen 2015 und 2025 endgültig abgeschaltet werden. (afp)

 
 

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