Bauer fälscht Fotos und wird verhaftet

Peking. Nachdem angeblich sensationelle Fotos des nahezu ausgestorbenen Südchinesischen Tigers im Internet aufgetaucht waren, haben die Ermittler einen Bauern und 13 örtliche Funktionäre aus der Provinz Shaanxi verhaftet.

Wie die chinesischen Zeitungen am Montag berichteten, werfen sie Zhou Zhenglong vor, die Fotos gefälscht zu haben, um eine Prämie zu kassieren. Die Funktionäre sollen ihn gedeckt haben in der Hoffnung, mehr Touristen in die Region zu locken.

Die Aufnahmen sorgen seit acht Monaten im Internet für Aufregung, obwohl bereits im Dezember herauskam, dass sie gefälscht waren. Zhou gestand inzwischen, die Bilder manipuliert und die spannende Geschichte über seine Begegnung mit dem Tier in freier Wildbahn frei erfunden zu haben. In Wirklichkeit hatte er offenbar für seine Fälschungen Aufnahmen aus einem Fotokalender übernommen. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler auch ein geschnitztes Holzstück, mit dem Zhou Tatzenabdrücke im Schnee nachahmte.

Schätzungen zufolge leben nicht mehr als 20 bis 30 der seltenen Tiere in Freiheit. Zuletzt war ein Südchinesischer Tigers 1964 in freier Wildbahn gesichtet worden. Für die Veröffentlichung der Fotos hatte Zhou im Oktober umgerechnet knapp 2000 Euro erhalten. (AFP)

 
 

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