„Bares für Rares“ im ZDF: Freunde wollen uralte Modelleisenbahn verkaufen – doch das Urteil der Händler ist vernichtend

Detlev Kümmel, Horst Lichter und die Roland Henschel (li.) und Peter Koch testen die Trix-Modelleisenbahn.
Detlev Kümmel, Horst Lichter und die Roland Henschel (li.) und Peter Koch testen die Trix-Modelleisenbahn.
Foto: ZDF Screenshot

Horst Seehofer hätte an dem Sammlerstück, das in der Freitagssendung bei „Bares für Rares“ im ZDF verkauft werden sollte, wahrscheinlich seine wahre Freude.

Peter Koch und Roland Henschel aus Witten und Hattingen haben eine alte Modelleisenbahn im Gepäck. Doch reizt die Spielzeugeisenbahn auch die Händler in der ZDF-Trödelshow?

Horst Lichter zeigt sich bei der Experten-Einschätzung zu Anfang jedenfalls genauso begeistert über das antike Spielzeug. „Da sind wir jetzt da, wo ich richtig Spaß habe, Männers“ sagt Lichter hellauf erfreut.

„Bares für Rares“ im ZDF: Antike Trix-Eisenbahn von 1935 vorgestellt

Doch von einer noch größeren Eisenbahn wäre er wahrscheinlich noch beeindruckter. „Das ist ja nur das Anfänger-Oval. Habt ihr auch 'ne richtig Riesige zuhause stehen?“, fragt er die beiden Ruhrgebietler.

Doch das muss Roland Henschel leider verneinen, ein wahrer Sammler ist er wohl nicht. Die Eisenbahn habe er als Kind geschenkt bekommen.

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Dann fristete die Modelleisenbahn jahrzentelang ihr Dasein auf dem Dachboden – bis sie bei einer Dachsanierung im Weg lag und wiederentdeckt wurde.

„Ich dachte, das ist doch 'n richtiges Schätzken“, meint Henschel und bietet sie den Händlern an. Er hat sich Hilfe von seinem Freund Peter Koch geholt und gemeinsam haben sie an der Elektrik der Bahn herumgeschraubt, bis die Waggons wieder über die Schienen fuhren.

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Trix stellte seine Eisenbahn noch vor Märklin vor

Auch Detlev Kümmel ist von den Plan- und Kesselwaggons angetan. Es sei eine Trix-Eisenbahn. Der Trix-Express wurde auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1935 vorgestellt – und das noch vor der deutlich bekannteren Märklin, die erst im Herbst auf den Markt kam.

Die Sammlung enthält die begehrte Trix-Lok mit der Nummer 20051

Und noch etwas Besonderes: Eine der ersten Trix-Loks ist dabei, mit der Seriennummer 20051. „Und die ist sehr begehrt“, so Kümmel. Doch Kartons fehlen und so sind Gebrauchsspuren auf den Wagen zu sehen.

Kümmel schätzt den Wert auf 250 Euro. Das wäre die Schmerzgrenze für die Verkäufer aus dem Revier. Lieber wollten sie aber 300 Euro für die Eisenbahn haben.

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Als sie mit ihrer Händlerkarte vor die Jury treten, ist der erste Kommentar von Ludwig Hofmaier: „Schönes Blechspielzeug habt ihr da mitgebracht.“ Und er ist der Spezialist, wenn es um Modelleisenbahnen geht.

„Der ganze Eisenbahnmarkt ist zusammengebrochen“

Doch dann fällt das harte Urteil von Walter Lehnertz: „Trix ist nicht so hoch im Kurs gegenüber Märklin. Aber der ganze Eisenbahnmarkt ist zusammengebrochen.“

Doch der Experte Hofmaier ist da ganz anderer Meinung. Solche Raritäten würden auf dem Trödelmarkt schon nach nur zehn Minuten von Sammlern gekauft. Doch auch er bietet nur 100 Euro für die begehrte Lok samt Waggons.

Die Händler bietet sich gegenseitig in kleinen Schritten hoch. Doch Esther Ollick ist schon sofort raus: „Dafür biete ich jetzt ehrlich gesagt nicht!“ sagte sie gleich. Auch für Elke Velten wäre es nur ein reines Deko-Stück.

Händler bieten den Anbietern nicht genug für die Modelleisenbahn

Am Ende bietet Hofmaier als Kenner mit 220 Euro am meisten. Doch die Männer aus Witten und Hattingen wollen ihre Modelleisenbahn nicht unter Wert verkaufen und lehnen das Angebot ab.

Enttäuscht sind sie nicht, sondern eher entspannt. So hätten sie von vornnherein das Händlergeschäft angegangen.

 
 

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