„Bares für Rares" im ZDF: Frau will Schmuck verkaufen – der hat eine mysteriöse Inschrift

Die Brosche bei „Bares für Rares" erzählt die spannende Geschichte des Frauenwahlrechts.
Die Brosche bei „Bares für Rares" erzählt die spannende Geschichte des Frauenwahlrechts.
Foto: Screenshot (ZDF)

Mit einem bescheidenen Wunsch geht Annegret Kaufmann zu „Bares für Rares“ im ZDF. 150 Euro erhofft sich die leidenschaftliche Trödlerin für ihre drei Broschen aus dem 19. Jahrhundert. Das sind 50 Euro pro Stück.

Der Materialwert der drei Broschen sei nicht besonders hoch, erklärt Expertin Wendela Horz gleich zu Beginn. Teilweise seien sie schon repariert wurden. Die erste Brosche ziert eine Tulpe, auf der Zweiten sind Feldhockeyschläger abgebildet. Aber die dritte Brosche verschlägt der Schmuckexpertin Wendela Horz glatt die Sprache!

Bares für Rares: Deswegen ist Wendela Horz begeistert von dem Stück

„Diese Brosche, die nicht viel Materialwert aufweist, aber eine unbezahlbare Geschichte in sich trägt. Die stammt aus der Zeit um 1900. Aber diese Farbzusammenstellung hier, mit violett, grün und weiß, die sagt uns etwas ganz Besonderes. Auf Englisch fangen diese Farben an mit G, W und V, also green, white and violet. Wir haben hier einen grünen Stein für das G, ein Peridot, einen weißen Stein für das W, in diesem Fall die weißen Perlen, und einen violetten Stein für das V. Das hier könnten kleine Amethyste sein", beginnt Horz ihre Erklärung.

„Diese Farben fangen an mit G, W und V. Und das ist eine Geheimsprache. Zu dieser Zeit wurde in England ganz heftig um das Frauenwahlrecht gekämpft. Die Frauen haben 80 Jahre lang ganz friedlich versucht, ihre Ziele zu erreichen, nämlich wählen zu dürfen. Hat aber nichts genutzt."

Brosche mit politischer Bedeutung

„Kurz vor der Jahrhundertwende wurde man ein bisschen rabiater. Es ging um Taten statt Worte, und man hat sich erkannt an diesen Schmuckstücke, die es in dieser Farbzusammenstellung ganz häufig gab, nämlich G, W und V: Give Women Vote. Gebt Frauen das Wahlrecht. Damit hat man die Gesinnungsgenossinnen erkannt. Und 1918 hatten sie es dann geschafft", freut sich die Expertin.

Fundstück aus der Westfalenhalle in Dortmund

Auch Kaufmann fasziniert die Geschichte des Stücks. Sie hatte die Broschen vor Jahren auf dem Antiquitätenmarkt in der Dortmunder Westfalenhalle gekauft. Doch wie viel Geld kann die Trödlerin dafür verlangen?

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Mit den angesetzten 50 Euro für die ersten beiden Broschen lag Kaufmann ganz richtig. Die Brosche der Frauenbewegung allerdings schätzt die Expertin allerdings auf mehr als das doppelte: 100 bis 120 Euro sollte sie den potenziellen Käufern wert sein. „Da bin ich ganz happy", so die Verkäuferin.

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„Diese hier könnte aus England sein", schätzt Trödel-Expertin Sabine Steiger das gute Stück gleich richtig ein. Mit 200 Euro beginnt sie direkt zu bieten. Sie wird aber von Ludwig Hofmaier überboten. Für 210 Euro verkauft Annegret Kaufmann ihr Stück dann an ihn. „Die Frauenbewegung muss man unterstützen", verkündet Hofmaier. (vh)

 
 

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