„Bares für Rares“ im ZDF: Händler äußert sich zu Schummelvorwürfen

"Bares für Rares": Diese fünf Dinge muss man jetzt wissen

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  • Immer wieder werden Vorwürfe laut, bei der Trödelshow „Bares für Rares“ werde geschummelt
  • Was ist an den Gerüchten dran?
  • Nun packt Händler Wolfgang Pauritsch aus

Berlin.  Wolfgang Pauritsch ist Auktionator. Bei der Fernsehshow „Bares für Rares“ kauft er Kandidaten als Händler antike Schätze ab. Nun hat der 46-Jährige eine Autobiografie geschrieben, in der er unter anderem über Anekdoten berichtet, die sich hinter den Kulissen der Trödelshow abspielen.

Darin äußert er sich auch zu den immer wieder aufkommenden Vorwürfen, bei der Trödelsendung werde geschummelt. In seinem Buch schreibt er, ursprünglich seien fünf Folgen für „Bares für Rares“ konzipiert gewesen, inzwischen liefen bereits 500. Im Interview mit „Focus“ sagt er, eines der Erfolgsrezepte der Show sei, „dass das ZDF ein sehr konservativer Sender ist und nicht geschummelt wird.“

„Bares für Rares“ verhindert Absprachen mit Regeln

Pauritsch erklärt, während der Dreharbeiten gäbe es strenge Regeln, die verhindern sollen, dass Absprachen zwischen Händlern, Experten und anderen Beteiligten getroffen werden. „Wenn es auch immer wieder Spekulationen gibt – ich kann sagen: Wir Händler wissen vorher nicht, was uns angeboten wird, und wir wissen nicht, wer kommt. Und genau das ist das Gute an der ganzen Geschichte. Wir dürfen nicht einmal mehr im gleichen Hotel schlafen wie die Experten, denn sonst könnten wir ja eine Flasche Wein trinken und über die Waren reden. Wir dürfen nichts sehen und hören,“ so Pauritsch.

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Da er sich durch Absprachen keinen Vorteil verschaffen könne, habe er sich in der Sendung bereits mit einem Fehlkauf blamiert. Dabei habe er einen billigen Druck für 250 Euro erstanden, der eigentlich lediglich 30 Euro Wert gewesen sei.

„Die Verkäuferin hat das Geld genommen und ist schnell gegangen. Dann habe ich die Lupe genommen und gemerkt, Du lieber Gott, ich habe einen Druck gekauft, das Bild ist nichts wert“, erklärt er die Situation in der Show, „So etwas passiert. Die Redaktion hat mich damals gefragt, ob wir die Szene rausschneiden sollen. Und da habe ich gesagt, nein, bitte sendet das, damit die Leute auch sehen, dass ich ein Mensch bin, der Fehler macht.“

Pauritsch behauptet, blamable Käufe seien „noch nie rausgeschnitten worden.“ Am Montag erscheint Pauritschs Autobiografie „Der Auktionator“, in der er mehr über sein Leben und seine Arbeit in der Trödelshow berichtet.

Welcher „Bares für Rares“-Star eine Typveränderung hinter sich hat, erfährst du hier. (leve)

 
 

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