Aus Rassismus? Starbucks lässt Männer festnehmen, weil sie nichts bestellen wollten

Menschen werfen den Starbucks-Mitarbeitern Rassismus vor.
Menschen werfen den Starbucks-Mitarbeitern Rassismus vor.
Foto: SOCIAL MEDIA / REUTERS
  • Eine Festnahme in einem Starbucks-Café in Philadelphia zog Proteste nach sich
  • Der Vorwurf: Die Mitarbeiter hätten aus rassistischen Motiven gehandelt
  • Das sagt der Konzern-Chef zum Vorfall

New York.  Nachdem am vergangenen Donnerstag in einer Starbucks-Filiale in Philadelphia zwei afroamerikanische Männer festgenommen und kurze Zeit später wieder freigelassen wurden, wurden Vorwürfe laut, die Anzeige sei nur wegen der Hautfarbe der Männer erfolgt.

Die Festnahme wurde von einem Kunden auf Video aufgenommen. Nun entschuldigte sich der Konzernchef von Starbucks, Kevin Johnson, öffentlich für den Vorfall. Es sei falsch gewesen, die Polizei einzuschalten, erklärte Johnson am Wochenende.

Männer wollten auf einen Freund warten

Zur Festnahme am 12. Mai in dem Starbucks-Café in Philadelphia kam es, als die Mitarbeiter der Filiale die Polizei riefen, weil die zwei Männer längere Zeit keine Bestellung aufgegeben hatten. Sie warfen ihnen nach Polizeiangaben Störung und unbefugtes Betreten vor. Die beiden Männer gaben an, auf einen Freund zu warten.

Das Video von dem Vorfall verbreitete sich schnell im Internet, es folgten Proteste von Menschen, die die Festnahme als rassistisch wahrnahmen.

Video: Festnahme in einem Starbucks-Café in Philadelphia

Reaktionen von Polizei und Konzernchef

Philadelphias Polizeipräsident Richard Ross, der selbst Afroamerikaner ist, verteidigte das Vorgehen seiner Beamten als völlig pflichtgemäß und korrekt. Seinen Angaben zufolge wurden die beiden Männer umgehend auf freien Fuß gesetzt, nachdem Starbucks die Anzeige fallengelassen habe.

Konzernchef Johnson erklärte: „Es fällt schwer, sich das von Kunden aufgenommene Video anzuschauen. Das dort zu sehende Vorgehen ist nicht repräsentativ für unsere Starbucks-Ziele und -Werte.“

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(rtr)

 
 

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