Asteroid rast an Erde vorbei: Experten: „Sind uns sicher, dass...“

Ein Asteroid raste an der Erde vorbei: In der Nacht auf Sonntag war er für Amateur-Astronomen sichtbar. (Symbolbild)
Ein Asteroid raste an der Erde vorbei: In der Nacht auf Sonntag war er für Amateur-Astronomen sichtbar. (Symbolbild)
Foto: imago images / Science Photo Library

Darmstadt. Was für ein Himmelsspektakel: In der Nacht auf Sonntag raste ein riesiger Asteroid an der Erde vorbei. Der 370 Meter große Brocken gilt für astronomische Verhältnisse als ziemlich groß. Man konnte ihn beim Passieren der Erde sogar mit einem Teleskop beobachten.

Der Asteroid flog mit einem Abstand von circa fünf Millionen Kilometern an der Erde vorbei. Kein Grund zur Sorge also.

Er stellte keine Gefahr für den Planeten dar, sagte Detlef Koschny, Asteroiden-Experte bei der europäischen Raumfahrtagentur Esa, am Freitag. „Spannend sind Asteroiden, die innerhalb der Mondbahn mit bis zu 400.000 Kilometern Abstand an der Erde vorbeifliegen“, erklärte Koschny. Alles, was weiter weg sei, beobachte die Esa nicht.

Asteroid fliegt an der Erde vorbei

Der im Jahr 2000 entdeckte Körper "2000 QW7" stehe deshalb auch nicht auf der sogenannten Risikoliste der Raumfahrtagentur: „Auf der Liste sind nur die Asteroiden aufgeführt, die in den nächsten 100 Jahren theoretisch auf die Erde treffen könnten." Das sei bei "2000 QW7" definitiv nicht der Fall.

Bemerkenswert sei die Größe des Asteroiden: Wäre er auf der derzeit 880 Asteroiden umfassenden Risikoliste, so würde er sich in puncto Größe in die Top 20 einsortieren.

Amateur-Astronomen mit einem durchschnittlichen Teleskop können den Himmelskörper Koschny zufolge bei seinem Vorbeiflug sehen.

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„Feuerball“ in Norddeutschland gesichtet

Erst am Dienstagnachmittag drang ein Himmelskörper in die Erdatmosphäre ein und verbrannte in dieser. Am Himmel über Norddeutschland konnte man die Erscheinung beobachten.

Rund 400 Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern hätten am Donnerstagnachmittag einen „Feuerball“ gesehen und einen lauten Knall gehört, bestätigte die Europäische Weltraumorganisation (Esa) das Phänomen. Ein Kite-Surfer filmte durch Zufall das Ereignis. >>>Mehr dazu hier

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Experten sicher: „Es war ein Asteroid“

Viele Sichtungen gab es demnach in den Niederlanden aber auch in Norddeutschland. Laut der ESA handelte es sich um ein natürliches Objekt, das im Raum Oldenburg/Bremen in die Erdatmosphäre eintrat und dann auseinanderplatzte.

Esa-Experte Detlef Koschny sagte am Freitag: „Wir sind uns ziemlich sicher, dass es ein kleiner Asteroid war.“ Die Größe des Flug-Objektes schätze er auf ein bis zwei Meter Durchmesser. (ses mit dpa)

 
 

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