Clan-Kriminalität: RTL-Doku enthüllt neue Machenschaften der kriminellen arabischen Clans

Prostitution ist ein Betätigungsfeld der Berliner Clans.
Prostitution ist ein Betätigungsfeld der Berliner Clans.
Foto: TV Now

Arabische Clans beschäftigen nicht nur das Ruhrgebiet, vor allem Berlin ist die Hochburg in Deutschland.

Schutzgeld, Drogen- und Menschenhandel sind große Märkte, in denen die kriminellen Clans tätig sind. Doch eine TV Now-Doku richtet den Fokus auf ein weiteres Betätigungsfeld der arabischen Clans.

Arabische Clans: TV-Doku zeigt, wie kriminelle Clans Prostitution in Berlin beherrschen

„In den Hinterzimmern, in den Kellern, läuft ganz viel mit Drogenhandel, auch Prostitution, hier kriegt man alles, was man haben will“, erzählt ein anonymer LKA-Ermittler.

Rund um die Kurfürstenstraße in Berlin stehen junge Frauen aus Osteuropa, zeigt die Doku des TV-Senders RTL.

„Ganz junge Mädels, 18, 19 Jahre alt, die werden hierher gestellt, die müssen alles machen, hier greift kein Prostitutionsgesetz, in dem es heißt, die müssen Kondome benutzen, das kann man hier alles vergessen. Die machen alles, egal woher sie kommen. Das sind wirklich die Opfer, die hier stehen. Das ist wirklich heftig“, so der Ermittler. „Und die Clans verdienen, indem die Zuhälter der Mädels Geld bezahlen müssen, damit die hier stehen dürfen.“

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Eine Clan-Aussteigerin hat eine andere Erfahrung gemacht. Leila (Name geändert) wurde von ihrer Familie zwangsverheiratet. Ein vermeintlicher Urlaub im Libanon entpuppte sich als Start für einen Alptraum: „Es wurde nicht gefragt, da hieß es: Heute ist es soweit, heute gehst du den Bund der Ehe ein. Ich wurde als Ware hingestellt, und er kam rein, um mich zu beurteilen und zu sagen, ja ich will oder nicht.“ Das Mitglied eines kriminellen Clans wollte.

Aber nur zu einem Zweck. Erst wurde sie eingesperrt und vergewaltigt, dann nutzte ihr Mann Leila,um über ein Heiratsvisum nach Deutschland zu reisen. Hier stieg er in den Drogenhandel seiner hier lebenden Clanfamilie ein.

Aussteigerin sicher: „Keine einzige Frau würde sagen, ich bin selbst dazu gekommen“

Solche Zwangsehen sind kein Einzelfall: „Wenn man bei Clans die Tür aufmachen würde, mit den Frauen reden würde, und fragen würde, hast du selber geheiratet oder wurdest du verheiratet? keine einzige Frau würde sagen: ich bin selbst dazu gekommen, ihn zu heiraten.“

Leila tauchte nach vier Jahren unter. „Ich lebe in ständiger Angst, dass ich gefunden werde und lade niemanden zu mir nach Hause ein. Aus Angst, dass jemand unter der Decke mit denen steckt oder sie kennt.“

Über die Clan-Hierarchien sagt sie: „Ich sag' einfach dazu Macht. Familie XY hat jetzt die Goldmünze, die sind die obersten gerade. Morgen kommt einer, und reist die Siegersäule ab, das ist was Stärkeres, dann haben die die Macht, jeder respektiert sie.“

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Woher kommen die Clans?

  • Wenn die Rede von kriminellen Araber-Clans ist, sind meist Mitglieder von Großfamilien mit türkisch-arabischen Wurzeln gemeint. In Deutschland gehören nach Schätzungen des Bundeskriminalamts (BKA) rund 200.000 Menschen zu solchen Großfamilien.
  • Die meisten von ihnen sind nicht kriminell. Manche aber haben sich zu mafiösen Gruppierungen zusammengeschlossen, nutzen familiäre Strukturen für kriminelle Geschäfte.
  • Sie leben häufig in einer abgeschottenen Parallelwelt, erkennen staatliche Strukturen nicht an. Straftaten werden zu internen Probleme erklärt, die innerhalb der Familien von sogenannten Friedensrichtern geregelt werden.
  • Viele haben eine türkische (15 Prozent) oder libanesische (31 Prozent) Staatsangehörigkeit, 36 Prozent haben eine deutsche Staatsangehörigkeit, fünf Prozent sind staatenlos.
  • Ausweisungen von Intensivtätern sind entsprechend schwierig

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Raub von Goldmünze und Überfall auf Pokerturnier

Auch die spektakulären Überfälle der Clans in Berlin - etwa der Pokerraub oder der Diebstahl einer Goldmünze aus dem Bode-Museum - kommen in der TV Now-Doku zur Sprache. Die neue Masche der Clans nennt Berlins Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra „dreister, spektakulärer, auffälliger“.

Aber der Ermittler muss mit Blick auf den Raub der Goldmünze auch zugeben: „Sie sind profitabel, das sieht man daran, dass die Tatbeute erheblich war und die Tatbeute verschwunden ist und verschwunden bleibt. Das zeichnet die Clan-Kriminalität aus, die haben eine ausgezeichnete Beuteverwertung.“

Dass die kriminellen Clans auch vor großem Risiko nicht zurückschrecken, bezeichnet ein anonymer Ermittler als „Profilierungssucht gepaart mit völliger Dummheit“. (ms)

 
 

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