„Anne Will“ in der ARD: Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit klarer Kante gegen AfD

CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer zeigte bei Anne Will (ARD) deutliche Kante gegen die AfD.
CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer zeigte bei Anne Will (ARD) deutliche Kante gegen die AfD.
Foto: Screenshot ARD/Anne Will

Nach dem kaltblütigen Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke, mutmaßlich begangen durch einen Rechtsextremen, ging es bei Anne Will in der ARD am Sonntagabend um die Frage: „Hass, Drohungen, Gewalt - wie kann sich unsere Demokratie wehren?“

Zu Gast ist unter anderem Henriette Reker (62), Kölns Oberbürgermeisterin, die 2015 Opfer eines Anschlags eines Rechtsextremen wurde. Sie stellt gleich zu Beginn klar: „Drohbriefe machen mich betroffen, aber nicht ängstlich“. Die Drohungen gingen bei ihr durch den Geschäftsgang, sprich gleich zur Polizei.

Anne Will bei ARD: Annegret Kramp-Karrenbauer mit klarer Kante gegen AfD

„Das Schlimme ist, dass unsere Gesellschaft so verroht, dass so etwas überhaupt möglich ist“, so Reker. „Wir müssen uns alle miteinander dagegen wehren, dass man mit Menschen, die für das Gemeinwohl tätig sind, so umgeht!“

Nach den NSU-Morden waren sich Politiker einig, dass sich solche rechten Morden nicht wiederholen dürfen. „Das haben wir seit den den NSU-Norden nicht mehr für möglich gehalten“, twitterte daher etwa Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in der vergangenen Woche.

Die Sicherheitsbehörden seien zwar nicht blind auf dem rechten Auge, aber stark „sehbehindert“, so die SZ-Journalistin Annette Ramelsberger.

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Bestes Beispiel: Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, der zuletzt 2018 in die Kritik geraten war, weil er die Echtheit eines Videos bezweifelt hatte, das eine Attacke gegen Migranten in Chemnitz zeigte. Er wurde daraufhin in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Zuletzt legte CDU-Mitglied Maaßen nach und schloss in einem Deutschlandfunk-Interview eine Koalition mit der AfD nicht kategorisch aus. Das brachte CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer bei Anne Will gehörig auf die Palme.

Die AfD sei für Kramp-Karrenbauer eine Partei, die keine klare Linie zu Rechtsextremismus oder Rechtsradikalen ziehe und das geistige Klima dafür schaffe, dass „jemand augenscheinlich auf dieser Terrasse die Waffe in die Hand genommen hat, Walter Lübcke an die Schläfe gehalten hat und abgedrückt hat.“

Daher stellt die Parteichefin klar: „Jemand, der dann sagt, einer solchen Partei kann man sich annähern, egal ob Hans-Georg Maaßen oder irgendein anderes Mitglied meiner Partei, muss ich sagen: der soll nur mal kurz die Augen schließen und sich Walter Lübcke vorstellen - und er wird nie mehr auf die Idee kommen, dass man mit einer Partei wie der AfD als Christdemokrat zusammenarbeiten kann.“ Applaus im Studio.

Kramp-Karrenbauer kündigt Taten an

Auch von Grünen-Fraktionschefin Kathrin Göring-Eckardt gibt es Zuspruch: „Ich bin sehr froh, dass Frau Kramp-Karrenbauer klar und deutlich war, aber man muss schon sagen, es gibt in der Union offensichtlich kein genaues Hinschauen, was jetzt ist.“

Kramp-Karrenbauer wurde vorgeworfen, dass sie die CDU nach rechts führe. „Verschieben sie die CDU jetzt wieder nach rechts?“, fragt Anne Will daher in Richtung AKK. „Die CDU ist genau dort, wo sie hingehört: in der gesellschaftlichen Mitte!“ Da werde sie auch unter ihrer Führung bleiben, so Kramp-Karrenbauer knallhart.

Und dann kündigt sie noch an ihren Worten Taten folgen zu lassen: „Wir werde morgen den Bundesvorstand bitten, mir die Prokura zu geben, gemeinsam mit unseren Justitiaren jedes Mittel noch einmal durchzuprüfen, um eine Annäherung an die AfD zu verhindern!“