Anne Will: ARD ändert kurzfristig den Plan für den Abend – das steckt dahinter

Programmänderung bei Anne Will am Sonntagabend in der ARD. (Archivbild)
Programmänderung bei Anne Will am Sonntagabend in der ARD. (Archivbild)
Foto: imago images / Metodi Popow

Spontane Themenänderung bei „Anne Will in der ARD. Eigentlich plante die Talkshow-Moderatorin am Sonntagabend über die anstehende Europawahl mit ihren Gästen zu sprechen. Doch das politische Beben in Österreich macht der Sendung „Anne Will“ einen Strich durch die Rechnung.

Das neue Thema: „Neuwahlen in Österreich - Dämpfer für die europäische Rechte?“

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Anne Will: Neues Thema am Sonntag

Nachdem Vizekanzler Heinz-Christian Strache am Samstag zurückgetreten ist, strebt Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz Neuwahlen im Nachbarland an. Damit stolpert die FPÖ-Chef über ein heimlich aufgenommenes Video, das zeigt wie Strache öffentliche Aufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfe in Aussicht stellt (>> hier mehr lesen).

Die Gäste am Sonntag bei „Anne Will“ in der ARD:

  • Manfred Weber (CSU)
  • Katarina Barley (SPD)
  • Jörg Meuthen (AfD)
  • Ska Keller (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Martin Knobbe (Leiter des „Spiegel“-Hauptstadtbüros, recherchierte in der „Ibiza-Affäre“ um Strache)

Fragen die diskutiert werden sollen: „Wie geht es weiter in Österreich? War die Veröffentlichung des Videomaterials rechtmäßig? Und was für Folgen hat die Affäre für die europäische Rechte eine Woche vor der Europawahl?“

Unmoralisches Video aufgetaucht

Hintergrund der politischen Krise in Österreich: Dem „Spiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“ ist ein Video von Juli 2017 zugespielt worden. Es zeigt, wie FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bereit zu sein schien, einer angeblichen Oligarchin aus Russland unmoralische Angebote zu machen.

Der Deal wenige Monate vor den Parlamentswahlen: Unterstützt du mich, bekommt du im Fall einer Regierungsbeteiligung der FPÖ viele öffentliche Aufträge. Doch damit nicht genug.

Wie aus dem Video hervorgeht, machte der FPÖ-Chef noch einen weiteren unfassbaren Vorschlag. Die angeblich schwerreiche Frau sollte die „Kronen Zeitung“ kaufen.

Der Plan: Nach dem Kauf könnte die Frau als Verlegerin der auflagenstärksten Zeitung aus Österreich die rechtspopulistische FPÖ publizistisch massiv unterstützen. „Dann machen wir nicht 27, dann machen wir 34“, sagt Strache im Video mit Blick auf das anstehende Wahlergebnis. (mb, ak mit dpa)

 
 

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