Neue Details nach Messer-Attacke von Den Haag – Polizei schließt Terrormotiv nicht aus

Polizisten konnten den Angreifer von Den Haag nur mit einem Schuss stoppen.
Polizisten konnten den Angreifer von Den Haag nur mit einem Schuss stoppen.
Foto: Regio 15.nl / Foto: Robert Langeweg
Am Tag nach der Messerattacke von Den Haag werden immer mehr Details über den Täter bekannt. Er hat bereits andere Menschen bedroht.

Den Haag.  Die Ermittlungen der Polizei zur Messerattacke von Den Haag gehen einen Tag nach dem Angriff weiter. Laut niederländischen Medien schließen die Behörden dabei auch ein Terrormotiv des 31-jährigen mutmaßlichen Angreifers nicht aus.

Der staatliche Rundfunk NOS berichtet, dass die Polizei in alle Richtungen ermittelt – dies beinhaltet auch ein mögliches Terrormotiv. Laut dem Rundfunk handelt es sich bei dem Mann um einen syrischen Asylbewerber.

Der mutmaßliche Attentäter hat am Samstag drei Männer im Alter zwischen 21 und 41 Jahren mit einem Messer schwer verletzt. Die Männer wurden in ein Krankenhaus gebracht, schwebten laut Polizei am Sonntag jedoch nicht in Lebensgefahr. Der Angreifer wurde bei der Festnahme ins Bein geschossen und ebenfalls in eine Klinik gebracht.

31-jähriger Syrer warf Möbel auf die Straße

Zwar haben die Behörden den Mann nicht als Terrorverdächtigen geführt, negativ aufgefallen war er aber bereits. Was die Polizei in einer Mitteilung als „verwirrt wirkendes Verhalten“ in der Vergangenheit beschreibt, fasst die Zeitung „De Telegraaf“ weitaus deutlicher zusammen:

So soll der Mann im Februar Möbel und andere Gegenstände aus seiner Wohnung geworfen haben und so Passanten auf der Straße in Lebensgefahr gebracht haben. Fotos in niederländischen Medien zeigen Stühle, Bretter und Matratzen, die auf der Straße verteilt liegen. Laut „Telegraaf“ ließ der Mann sich erst nach mehreren Stunden von einem Vermittler der Polizei dazu bewegen, seine Wohnung zu verlassen.

Während die Polizei bisher keine Aussage zu einem terroristischen Hintergrund macht, könnte ein Video eines Augenzeugen darauf hindeuten. Auf dem Video, das niederländische Medien verbreiten, ist während der Festnahme des Verdächtigen zu hören, wie eine Person „Allahu akbar“ ruft – Arabisch für „Gott ist groß“. Doch offen ist, ob der Ausruf von dem 31-jährigen Verdächtigen oder jemand anderem stammt.

Die Polizei wertet für ihre Ermittlungen dieses und andere Videos aus. Sie hat Zeugen des Vorfalles gebeten, den Behörden eigene Fotos und Videos von der Messerattacke zur Verfügung zu stellen.

 
 

EURE FAVORITEN