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Amüsante Erinnerungen mit Gottschalk

Hamburg. 

„Sie verstehen es meisterhaft, eine weitgehende gedankliche Leere durch sprachlich hohes Ni­veau zu überdecken.“ Dieser Satz brachte mich auf die Idee für mein späteres Berufsmodell.“ So schreibt Thomas Gottschalk in seiner Autobiografie „Herbstblond“ über seinen früheren Deutschlehrer. Der Entertainer denkt mit Humor an seine TV-Zeit zurück. Hier einige Beispiele.

Über den Werbekuchen: „ARD und ZDF teilten sich neben den üppigen Gebühren noch den gigantischen Werbekuchen, und man hätte dort eigentlich nur zufriedene Menschen treffen dürfen. Stattdessen stolperten griesgrämige Bedenkenträger durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten.“

Über seinen ersten großen Gag bei „Bei Wetten, dass..?“, nachdem Maria Schell angekündigt hatte, ein Duett mit dem davon mäßig begeisterten Plácido Domingo zu singen:

„Es brummte ein Flieger über das Stadion und störte den Ton. Ich blickte zum Himmel und erlaubte mir die Bemerkung: „Das ist wahrscheinlich Plácido Domingo auf der Flucht vor Maria Schell.“

Über die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens: „Auf den lege ich auch allergrößten Wert, denn mit ihm darf ich die Schiffsflotte auf den bayerischen Seen gratis nutzen.“

Über Günther Jauch: „Er ist der einzige Mensch, auf den ich eigentlich neidisch sein könnte. In allen Umfragen einschließlich „Sexappeal“ liegt er verbindlich vor mir. Sein Kontostand ist in der Gesamtabrechnung wesentlich höher als meiner, aber seine Töchter sind trotzdem weniger anspruchsvoll als meine Söhne.“