Amazon Prime Day 2019: Diesen fatalen Fehler machen viele Kunden beim Shoppen

Amazon lockt am Prime Day wieder mit Angeboten. Kunden sollten genau hinschauen.
Amazon lockt am Prime Day wieder mit Angeboten. Kunden sollten genau hinschauen.
Foto: imago images/Future Image

Viele Kunden freuen sich schon auf den Amazon Prime Day 2019 am 15. und 16. Juli, weil sie auf jede Menge Schnäppchen hoffen. Der Handelsriese setzt am Amazon Prime Day 2019 wieder den Rotstift an und bringt seine Ware billiger unter die Leute. Aber ist das wirklich so?

Beim Amazon Prime Day machen viele Kunden jedes Jahr aufs Neue den gleichen Fehler.

Die Verbraucherzentrale NRW warnt Kunden explizit vor dem Einkauf vermeintlicher Schnäppchen beim Amazon Prime Day 2019, genau hinzuschauen. Kunden sollten sich nicht von falschen Billig-Angeboten blenden lassen und sich besser informieren.

Amazon Prime Day 2019: Nicht von Rabattangaben blenden lassen

Krasse Rabatte von 50 Prozent und mehr! Klingt erst einmal unglaublich und da geht jedem Shopping-Fan das Herz auf. Doch Vorsicht mit den vermeintlich so „satten Rabatten.“

Laut der Verbraucherzentrale NRW hält nicht jeder massiv beworbene Rabatt beim Amazon Prime Day 2019 sein Versprechen.

Klingt nach einem tollen Preis? Vorsicht bei UVP-Nennung

Als Beispiel führt die Verbraucherzentrale zunächst die unverbindliche Preisempfehlung, also kurz, den (UVP) an. An diese Empfehlung muss sich kein Händler halten, er kann auch weniger oder mehr Geld für das Produkt verlangen. Doch in der Regel liegt der Normalpreis beim Händler unter dem UVP.

Gerne wird der günstigere Angebotspreis dann in Relation zur UVP gesetzt, denn das sieht besser aus – ist aber kein Garant für ein echtes Schnäppchen, erklären die Verbraucherschützer.

„Lassen Sie sich also nicht allein von hohen Prozentangaben blenden“

Das würde günstig erscheinen und nach einem Schnäppchen, ist aber eine Kundenfalle!

Ein Beispiel: Der Kaffee-Mehrwegbecher kostet laut UVP: 26,99 Euro und wird von einem Händler zum Normalpreis für 15,99 Euro angeboten.

Das jetzige Spar-Angebot: 12,45 Euro. Also geht der Verbraucher von einem Ersparnis von 54 Prozent aus.

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Kunden sollten sich fragen: Was spare ich wirklich?

Doch laut den Verbraucherschützern sieht dieses Angebot attraktiver aus, als es ist. Denn eigentlich spart der Kunde lediglich 22 Prozent.

„Lassen Sie sich also nicht allein von hohen Prozentangaben blenden“, warnen die Verbraucherschützer weiter.

Verbraucherschützer warnen

Außerdem gibt es solche Sparangebote nur, wenn man schon für eine Mitgliedschaft in einem speziellen Bonusprogramm zahlt.

„Diese Kosten müssten Sie zum Angebotspreis hinzu rechnen“, so die Verbraucherschützer konkret.

Also gilt die Spar-Devise:

  • Preise bei anderen vergleichen
  • Bedarf feststellen
  • Fehlkäufe widerrufen

„Vergleichen Sie!“ – Verbraucherschützer raten zur Nutzung von Preissuchmaschinen

Denn nicht jedes vermeintliche Schnäppchen ist auch das beste Angebot im jeweiligen Produktsegment.

„Vergleichen Sie über Preissuchmaschinen. Beachten Sie dabei aber mögliche Versandkosten oder mögliche Gebühren für spezielle Mitgliedschaften, die am Ende den Preis noch erhöhen könnten“, erklärt der Verbraucherschutz.

„Wenn weg, dann weg“– falsche Kauf-Anreize für Kunden

Kunden sollten sich außerdem nie unter Druck setzen und zu schnellen Käufen hinreißen lassen.

Aussagen wie: „Wenn weg, dann weg“, seien schlichtweg falsche Kauf-Anreize. Vielmehr sollten Kunden sich die Frage stellen, ob sie das Produkt wirklich brauchen.

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„Manchmal sperren Online-Händler bei zu vielen Rücksendungen Ihr Kundenkonto“

Wichtig sei es auch, Fehlkäufe zu widerrufen. Kunden haben beim Online-Shopping grundsätzlich 14 Tage Zeit ihre Bestellung zu widerrufen. Die Verbraucherschützer raten aber dazu, von diesem Recht nicht zu häufig Gebrauch zu machen.

Denn: „Manchmal sperren Online-Händler bei zu vielen Rücksendungen Ihr Kundenkonto“, so der Verbraucherschutz. Trotzdem sei es wichtig, sich über die Möglichkeit im Klaren zu sein.

Also, wenn du beim Prime Day zuschlagen willst, mache nicht den Fehler, einfach drauf loszushoppen ohne genau hinzuschauen und zu vergleichen.

Prime Day beginnt mit Streiks

Ärgerlich für Amazon: Der Prime Day am Montag startete mit Streiks an sieben Amazon-Standorten in Werne und Rheinberg in Nordrhein-Westfalen, Leipzig, Graben bei Augsburg, Koblenz sowie an den zwei Standorten im osthessischen Bad Hersfeld.

Die Arbeitsniederlegungen laufen unter dem Motto „Kein Rabatt auf unsere Einkommen“. Akman sagte am Morgen, die Kollegen seien „ziemlich verärgert“.

Verdi kämpft seit mehr als sechs Jahren um einen Tarifvertrag und Lohnerhöhungen. Den Prime Day nimmt die Gewerkschaft als Anlass für den Streik.

 
 

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