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Allerheiligen 2018: Was der Feiertag bedeutet - und warum wir ihn feiern

Allerheiligen 2018. Nur in wenigen Bundesländern ist das wirklich ein Feiertag. Wir erklären dir, was Allerheiligen bedeutet.
Allerheiligen 2018. Nur in wenigen Bundesländern ist das wirklich ein Feiertag. Wir erklären dir, was Allerheiligen bedeutet.
Foto: Charisius/dpa

Essen. Am Donnerstag, 1. November 2018, ist es wieder soweit. Viele Menschen freuen sich darüber, wegen Allerheiligen einen freien Tag genießen zu dürfen. Doch das christliche Fest ist nicht in allen Bundesländern ein Feiertag. Nur in wenigen deutschen Bundesländern ist Allerheiligen ein offizieller Feier, darunter auch Nordrhein-Westfalen. Die weiteren Bundesländer sind:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

In den anderen Bundesländern ist ein ganz normaler Arbeitstag. Doch viele Menschen kennen die Bedeutung des Feiertags gar nicht. Den meisten Bürgern ist nur klar, dass bei dem Feiertag wohl das Gedenken an die Toten im Mittelpunkt steht.

Allerheiligen: Welche Bedeutung hat der Feiertag?

Zunächst einmal ist Allerheiligen ein katholischer Feiertag, von Protestanten wird er nicht gefeiert. Die orthodoxe Kirche feiert ihn auch - allerdings an einem anderen Tag.

Der Tag widmet sich, wie der Name schon sagt, den Heiligen. Dabei geht es nicht um einen speziellen Heiligen, sondern um alle Heiligen, also "Allerheiligen". Schließlich ist es aufgrund der Vielzahl der Heiligen nicht möglich, für jeden Heiligen einen Kalendertag als Feiertag einzurichten. Aktuell hat die Katholische Kirche im Laufe ihrer Geschichte weit über 6000 Menschen heilig gesprochen - viel zu viel für mickrige 365 Kalendertage.

Ursprünglich wurde an Allerheiligen nur der Märtyrer gedacht - also jenen Heiligen, die für das Christentum ihr Leben gaben. Wegen der immer weiter steigenden Zahl an Heiligen wurde der Feiertag im 8. Jahrhundert später allerdings allen Heiligen gewidmet. Es war selbst zu diesem Zeitpunkt schlicht nicht mehr möglich, allen Heiligen einen gesonderten Feiertag zu widmen.

Allerheiligen: Warum der Feiertag eng mit Halloween verbunden ist

Eng verbunden mit Allerheiligen ist auch das Halloween-Fest. Dieses stammt ursprünglich aus Irland und findet immer am Abend vor Allerheiligen statt. Die streng katholischen Iren zündeten am Abend vor Allerheiligen stets ein Licht an, um an ihre Verstorbenen zu gedenken.

Hier kannst du erfahren, wo Allerheiligen im europäischen Ausland ein Feiertag ist -->

Der Name Halloween entstammt deshalb auch dem englischen "All hallows eve" (zu dt. sinngemäß: Der Abend vor Allerheiligen). Insofern steht auch Halloween in einer tiefkatholischen Tradition.

Allerheiligen und Allerseelen: Wo ist der Unterschied?

Die Kerzen werden in Deutschland auch heute noch an Allerheiligen angezündet. Nach der katholischen Idee gedenken die Gläubigen damit der Heiligen und ihrer Taten. Ihr Leben und ihr Wirken soll ein Vorbild für alle Christen sein und ihnen Hoffnung geben. Das macht Allerheiligen vom Gedanken her auch zum Feiertag. Die Gläubigen feiern die Leistungen und Opfer der Heiligen.

Natürlich gedenkt man an Allerheiligen auch der eigenen verstorbenen Angehörigen. Eigentlich jedoch ist für sie der anschließende Feiertag Allerseelen am 2. November vorgesehen. Hier wird dann wirklich, wie dem Namen zu entnehmen ist, aller Menschen, also "Allerseelen" gedacht. Das Fest gilt inoffiziell als der "kleine Bruder" von Allerheiligen.

Erstmals gefeiert wurde Allerheiligen bereits im 4. Jahrhundert, zunächst allerdings von der Ostkirche, aus der Jahrhunderte später die Orthodoxie ausging. In der römisch-katholischen Westkirche wird Allerheiligen seit dem 7. Jahrhundert gefeiert. Seit dem Jahr 835 ist der 1. November in der Katholischen Kirche als fester Feiertag vorgesehen.

Gibt es eine Verbindung zum Reformationstag?

Das protestantische Fest findet zwar nur einen Tag vor Allerheiligen statt, also immer am 31. Oktober, aber eine echte Verbindung gibt es nicht. Evangelische Christen feiern an diesem Tag den Beginn der Reformation. Der große Reformator Martin Luther soll am 31. Oktober 1517, einen Tag vor Allerheiligen, seine legendären 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberge geschlagen haben. So begann die Spaltung der katholischen Kirchen in Europa.

 
 

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