Aldi: Kunde schimpft über Einkauf bei Discounter – kurz darauf wird er beleidigt: „Schrott!“

Aldi: So wurde aus einem kleinen Laden ein Discounter-Riese

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Da hat es jemand aber ganz genau genommen: Bei Aldi Süd hat der Kunde eine Packung Mehl gekauft und das Produkt zuhause überprüft.

Auf der Verpackung des Weizenmehls von Aldi Süd wurde ein Gewicht von 1000 Gramm angegeben. Der Kunde holte also die Küchenwaage hervor und wog das Mehl ab.

Aldi: Mann kauft bei Discounter ein – und hat etwas zu meckern

Auf der Facebook-Seite des Discounters prangerte er daraufhin das Gewicht des Mehls an. Er postete sogar eine Waage, auf der eine Schüssel mitsamt des Mehls stand. Doch die Waage zeigt tatsächlich nur 977 Gramm an. „Also 1000 Gramm sehen anders aus! Ist mir schon mal aufgefallen!“, kommentiert er dazu.

Doch von anderen Facebook-Nutzern erhält er nur Gegenwind. So schreibt ein Nutzer etwa: „Lächerlich, mit einer ungeeichten Chinaschrott-Waage das nachweisen zu wollen.“

Eine andere Nutzerin weist auch auf Toleranzgrenzen, Austrocknungsverluste und ungeeichte Küchenwaagen hin.

Verbraucherzentrale erklärt die sogenannten Unterfüllungen

Und das ist tatsächlich so: Wie auch die Verbraucherzentrale mitteilte, gibt es die Nennfüllmenge. Diese ist mit einem kleinen „e“ gekennzeichnet. Doch sie unterscheidet sich von der sogenannten Füllmenge, die tatsächlich in einer Fertigpackung enthalten ist.

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Und deshalb gibt es auch rechtlich erlaubte sogenannte Unterfüllungen. Das sind zulässige Minusabweichungen, auch als Toleranzgrenze bekannt. Wenn also eine Nennfüllmenge von 500 bis 1000 Gramm angegeben sind, dürften laut Gesetz in diesem Fall bis zu 15 Gramm fehlen, wenn durch andere Packungen der Mittelwert gehalten wird.

Verbraucherzentrale fordert Mindestmengenprinzip

Bei der Herstellung von 100 Packungen dürfen beispielsweise jeweils zwei Packungen den Wert sogar noch unterschreiten, solange auch hier der Mittelwert stimmt. Wenn das nicht der Fall ist, spricht man von Unterfüllung.

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Da der Verbraucher selbst aber niemals überprüfen kann, ob der Hersteller sich wirklich an die Toleranzgrenzen hält, fordert die Verbraucherzentrale, ein Mindestmengenprinzip einzuführen. Dabei muss dann mindestens das drin sein, was drauf steht.

Aldi Süd verweist auch auf die zugelassenen Minusabweichungen

Doch Aldi Süd hat auch bei Facebook auf die Kritik reagiert. Aldi kommentierte: „Es tut mir leid, dass bei deinem Produkt das tatsächliche Gewicht vom angegebenen Gewicht abweicht. Unsere Lieferanten sind verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben für die Füllmenge und die Füllmengenkennzeichnung einzuhalten.“ Regelmäßig würden Gewichtsskontrollen durchgeführt. Das Eichamt überprüfe hierbei auch die dafür eingesetzten Waagen.

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Auch betont der Discounter: „Aufgrund natürlicher Schwankungen beim Abfüllprozess, die technisch oft unvermeidbar sind, werden in der Verordnung aber auch geringe Minusabweichungen für die jeweilige Füllmenge zugelassen“.

Aldi-Kunde dürfe sein Produkt zurückbringen

Falls der Kunde dennoch aber nicht zufrieden sei, könne er die Aldi-Lebensmittel jederzeit wieder in die Filiale zurückbringen. Man wolle das Feedback aber weitergeben.

Vielleicht hat der Aldi-Kunde ja beim nächsten Einkauf mehr Glück und erwischt eine Mehl-Packung, die voller als 1000 Gramm ist. Das wäre doch ausgleichende Gerechtigkeit! (js)

 
 

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