Aldi: Extremer Preissturz – das steckt dahinter

Gewinnt Aldi die Preisschlacht?
Gewinnt Aldi die Preisschlacht?
Foto: imago images / STPP

Zeichnet sich ein Gewinner im Preiskampf zwischen Aldi und Lidl ab? Jedenfalls gab es bei Aldi in dieser Woche Markenfrischkäse zum extrem reduzierten Preis. Von 1,49 Euro auf 85 Cent: Die Kunden konnten bei diesem Produkt starke 42 Prozent sparen.

Während Aldi bis Februar diesen Jahres auf Dauer-Niedrigpreise für Markenartikel setzte, haut Aldi seit neuestem wöchentlich neue Knallerangebote raus. Die anderen Discounter zogen stets nach und drückten den Preis noch weiter. Seit dem freuen sich die Kunden über immer günstigere Lebensmittelangebote.

Aldi mit neuer Preisstrategie – die Kunden freut's

Dass Aldi gerade jetzt mit der neuen Strategie kommt, ist kein Zufall. „Der Lebensmittelhandel hat sich in den vergangenen Jahren relativ zurückgehalten mit Preiskriegen, weil die Händler sehr viel Geld in die digitale Transformation und die Aufwertung ihrer Läden stecken mussten“, erklärt Boris Planer, Handelsexperte vom Analysehaus Edge by Ascential, beim Onlineportal Chip.

Transformation und Renovierung scheinen weitestgehend abgeschlossen. Deswegen widmet Aldi sich jetzt wieder verstärkt seinem Kerngebiet - und das sind niedrigste Preise.

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Preiskampf hat gerade erst begonnen

Experten sagen voraus, dass der Preiskampf noch andauern wird. „Aldi verteidigt seinen Markenkern: Dass der Kunde darauf vertrauen kann, nirgendwo anders einen besseren Deal zu kriegen. Da wird jetzt eine Schlacht ausgetragen, die nicht so schnell vorbei sein wird“, sagt Planer bei Chip.de.

Lidl, Kaufland, Netto und Co. ziehen da zwar mit. Bisher kamen sie an Aldi aber noch nicht vorbei. Das sagt Matthias Queck von Retailytics: „Aldi ist im Preiseinstiegsbereich nach wie vor unangefochten der Lebensmittelhändler, der mit seinen Eigenmarken die Preisuntergrenze definiert, und alle anderen folgen fast sklavisch diesen Vorgaben.“ (vh)

 
 

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