Aldi: Das ändert sich für dich ab Montag

Mit seiner neuen Sonderangebots-Strategie hofft Aldi-Nord höhere Umsätze zu genieren.
Mit seiner neuen Sonderangebots-Strategie hofft Aldi-Nord höhere Umsätze zu genieren.
Foto: Friso Gentsch/dpa
  • Aldi-Nord wird ab sofort auch Markenprodukte aus dem Standardsortiment ins Angebot nehmen
  • 2018 schrieb der Discounter erstmals rote Zahlen
  • Für den Verbraucher könnten die Kosten aber insgesamt steigen

Der Kampf zwischen den Discounter in Deutschland ist hart. Immer wieder müssen sich die Giganten in Preisen unterbieten oder mit ganz besonderen Angeboten locken.

Aldi-Nord bricht jetzt ein großes Tabu: Angebote für Markenprodukte. Eine 1,25 Liter-Flasche Coca-Cola ist somit in der nächsten Woche für gerade einmal 79 Cent erhältlich.

Neue Richtung für Aldi-Nord

Das Päckchen Kerrygold-Butter bekommst du für 1,69 Euro, statt 2,39 Euro.

Bisher setzte Aldi auf Dauerniedrigpreise, konnte sich damit aber nicht gegen die Sonderangebote der Konkurrenz durchsetzen. Diese unterboten die Regalpreise von Aldi immer wieder.

Nach roten Zahlen muss Aldi-Nord handeln

Damit macht Aldi-Nord eine starke Kampfansage: Beim Konkurrenten LIDL kostet die Flasche im Angebot 89 Cent.

In seiner aktuellen Position muss Aldi-Nord aber auch handeln. 2018 konnte Lidl seine Marktanteile immer weiter ausbauen, während Aldi-Nord erstmals rote Zahlen schrieb.

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Jede Woche Markenartikel im Angebot

Aldi-Süd kündigte in diesem Zug außerdem an, nun jede Woche Markenartikel aus dem Standardsortiment in die Angebote aufzunehmen. Aldi-Nord sagte bereits, dass sie daran anknüpfen wollen.

Matthias Queck von Retailytics, der Analystengruppe der „Lebensmittel Zeitung“ sieht jedoch eine Gefahr für den Verbraucher.

Gefahr für den Verbraucher

Bisher hatte Aldi mit seinen Niedrigpreisen einen Rahmen für viele Produkte gesetzt. Wenn der Preiskampf sich nun von den Dauerniedrigpreisen auf die Sonderangebote überträgt, könnte es sein, dass „normale“ Produkte insgesamt etwas teurer werden.

Das würde bedeuten, dass der Kunde am Ende mehr draufzahlt, als er bei den Sonderangeboten spart.

Angebote sind nicht alles

Nur Angebotspreise anzubieten bedeutet aber nicht automatisch Erfolg für die Discounter. Lidl steigerte seine Umsätze durch gezielt gesetzte Angebote.

Mit ausgewählten wenigen, dafür aber sehr niedrigen Preisen werden die Kunden in den Laden gelockt. Das restliche Sortiment kostet trotzdem ähnlich viel, wie in anderen Läden.

Ein Viertel des Umsatzes kommt von Sonderangeboten

Sonderangebote machen etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes von Markenprodukten aus. Durch die Entscheidung von Aldi-Nord, diese jetzt ins Angebot zu nehmen, wird also auch der Druck auf Markenhersteller erhöht. (dpa/db)

 
 

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