"Alarmknopf" gegen Pädophile im Netz

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Brüssel/Luxemburg. Soziale Netzwerke wollen Minderjährige im Internet besser schützen: Unter anderem wollen sie "Alarmknöpfe" beim Kontakt mit mutmaßlichen Pädophilen installieren. Auch die Daten der jungen Leute sollen nicht mehr einfach gefunden werden können.

Minderjährige sollen in sogenannten sozialen Netzwerken im Internet besser geschützt werden. 17 Betreiber von Seiten wie Facebook und StudiVZ unterzeichneten am Dienstag in Luxemburg ein Abkommen, das beispielsweise «Alarmknöpfe» beim Kontakt mit mutmaßlichen Pädophilen vorsieht, teilte die EU-Kommission als Initiatorin der Vereinbarung in Brüssel mit. Zudem sollten die privaten Profile der jungen Nutzer in Zukunft nicht mehr über Suchseiten zugänglich sein und die Minderjährigen stets im Blick haben, wer ihre Einträge einsehen kann.

Nach Angaben der EU-Kommission am «Tag für ein sichereres Internet» besuchen in Europa rund 42 Millionen Menschen regelmäßig soziale Internet-Netzwerke, wo sie sich etwa über ihre Interessen austauschen oder verabreden. Dabei müsse garantiert werden, dass minderjährige Nutzer «die richtigen Werkzeuge haben, sich zu schützen, wenn sie neue «Freunde» kennenlernen und persönliche Daten im Internet mitteilen», erklärte Medienkommissarin Viviane Reding.

Zu den Unterzeichnern der freiwilligen Selbstverpflichtung gehören neben Facebook und StudiVZ auch MySpace, Yahoo!Europe, Google/YouTube, Microsoft Europe und andere, von denen einige schon ähnliche Abmachungen in Großbritannien und den USA eingegangen sind. (afp)

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