Düsseldorf

Air-Berlin-Pilot dreht zum Abschied eine spektakuläre Ehrenrunde

Den letzten Anflug aus den USA auf Düsseldorf nutzte der Pilot zu einem spektakulären Abschiedsgruß.
Den letzten Anflug aus den USA auf Düsseldorf nutzte der Pilot zu einem spektakulären Abschiedsgruß.
Foto: Screenshot Youtube/Jule T.
Zum Abschied hat ein Air-Berlin-Pilot eine spektakuläre Runde über dem Flughafen von Düsseldorf gedreht. Und sprach bewegende Worte.

Düsseldorf.  Erst sieht es aus, als käme Flug AB7001 von Miami ganz normal rein am Flughafen Düsseldorf. Doch die letzte Maschine von Air Berlin mit Start in den USA setzt dann nicht auf, sondern der Pilot startet durch und dreht eine scharfe Kurve tief über dem Flughafen: Es war ein ganz besonderer Abschied. Im Netz zieht die Maschine weiter Kreise.

Eine Mitarbeiterin des Flughafens sagte, sie sei im ersten Moment erschrocken, als die Maschine nicht aufsetzte, sondern eindrehte und auf das Gebäude zuflog. „Da wir bis dahin nicht wussten, dass sie eine Ehrenrunde dreht, war es ein komisches Gefühl, als der A330 auf uns zukam“, beschreibt sie gegenüber rp-online.de den Moment.

Aus Verbundenheit mit Air Berlin hatte sie die Landung filmen wollen und hielt damit das Manöver fest:

Sie war aber nicht die einzige Zeugin, die die Kamera laufen ließ. Es gibt die Abschiedsvorstellung des Piloten auch aus anderen Perspektiven.

Einen technischen Grund für das Durchstarten und die Runde gab es nicht. Ein Sprecher von Air Berlin wollte aber Medien gegenüber auch nicht bestätigen, dass es sich um eine Ehrenrunde handelte. In Kreisen der Fluggesellschaft wird der Pilot aber für das Manöver gefeiert.

Ein weiteres Video zeigt die spektakuläre Aktion aus der Tower-Perspektive. Außerdem ist die bewegende Durchsage des Piloten zu hören. „Es ist heute das letzte Mal, dass ich Sie nach der Landung in Düsseldorf willkommen heiße“, leitet er ein. Und weiter: „Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie uns so viele Jahre und bis zuletzt die Treue gehalten haben.“

„Meiner Besatzung vielen Dank und meine Hochachtung für die professionelle Durchführung dieses letzten Fluges“, sagt der Pilot weiter. „Wir sagen heute nicht auf Wiedersehen, sondern tschüss.“

Auch in Miami war die Maschine nicht einfach sang- und klanglos zu dem Flug gestartet: Dort spritzte die Feuerwehr mächtige Fontänen zum Abschied. (law/hip)

 
 

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