AfD-Politiker sucht auf Tinder nach Wählern und erntet nichts als Spott

Üblicherweise suchen die Tinder-User nach Bekanntschaften. Jonas Dünzel will Werbung für seine Partei machen. (Symbolbild)
Üblicherweise suchen die Tinder-User nach Bekanntschaften. Jonas Dünzel will Werbung für seine Partei machen. (Symbolbild)
Foto: imago/photothek

Ist das ein schlechter Scherz von der AfD? AfD-Politiker Jonas Dünzel kandidiert bei der Europawahl am 26. Mai und sucht dafür nach Wählern – auf der Dating-Plattform Tinder.

Dafür hat der 25-Jährige ein kurzes Video gedreht. Das Setting: Dünzel sitzt auf einem Bett, die Fenster im Hintergrund verdunkelt, neben ihm zwei Kerzen. Will der Europakandidat damit eine romantische Stimmung erzeugen?

AfD-Politiker auf Tinder: „zum Anfassen“

„Hey Mädels,mein Name ist Jonas Dünzel aus Dresden“, beginnt der 25-Jährige seine Datingbotschaft. „Ich bin dein AfD-Kandiddat 'zum Anfassen'. Swipe einfach nach rechts und lass uns über die Zukunft Europas reden“, heißt es in dem Video.

Wer nach rechts wischt, kann mit dem Dresdener chatten und hat die Möglichkeit, ein Treffen zu vereinbaren. Viel Erfolg scheint der 25-Jährige damit allerdings nicht zu haben, wie die Kommentare unter dem Video bei Facebook zeigen.

Tinder-Gesuch: „Warum wundert es mich nicht, dass man nach rechts swipen muss?“

Die Mehrheit User amüsiert sich nämlich über die Werbebotschaft – und zieht sie ins Lächerliche:

„Einfach süß, die Kerzen! Die hellsten Lichter in diesem Video...“, kommentiert ein User. „Wer macht dir eigentlich morgens die Schuhe zu?“, fragt ein anderer. „Ich würde meine Erwartungen nicht zu hoch hängen, Mädels. Anscheinend gibt seine Brieftasche nicht mal ein Kamerastativ her.“

„Sie wollen das Europaparlament abschaffen. Deswegen schicken sie solche Hanseln nach Europa“, witzelt eine Nutzerin.

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Sucht er nach einem Date oder ist das schon Werbung?

Einige User zweifeln an, dass das Video noch lange auf Tinder zu sehen ist. Die Inhalte hätten einen stark werblichen Inhalt.

Ein Tinder-Nutzer hat genauer hingeschaut: „Ein kleiner Auszug aus den Richtlinien gefällig: „Wenn der Zweck Ihres Profils jedoch ist, Ihre Veranstaltungen oder geschäftlichen Tätigkeiten, gemeinnützigen oder politischen Kampagnen oder Wettbewerbe zu bewerben oder Befragungen durchzuführen, können wir Ihr Benutzerkonto löschen.““

Ein anderer User dazu: „Die von der AFD können doch nicht lesen.“ (vh)

 
 

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