AfD-Abgeordneter will Weihnachtsfilm im Kino sehen: Dann kommt es zum Eklat

Jens Maier von der AfD wurde am Heiligabend aus dem Kino geworfen.
Jens Maier von der AfD wurde am Heiligabend aus dem Kino geworfen.
Foto: Matthias Rietschel / dpa

Dresden. Skurriler Vorfall im Dresdner Kino Schauburg. Wie der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier bei Facebook behauptet, sei der 56-Jährige an Heiligabend aus dem Kino-Saal geworfen worden.

So hatten sich andere Besucher des Kinos beschwert, dass Maier und seine Frau sich den Film „Das Leben des Brian“ anschauen wollten.

Maier wollte das Leben des Brian sehen

Auf Facebook schreibt Maier: „Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ich bin heute Morgen am 24.12. gegen 9.00 Uhr in dem Kino Schauburg in der Dresdner Neustadt des Saales verwiesen worden, weil einige Linksextremisten sich beim Veranstalter darüber beschwert hatten, dass ich als AfD-Bundestagsabgeordneter mit im Kinosaal war.“

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Kino-Veranstalter habe sich auf Hausrecht berufen

Weiter schreibt Maier, dass sich der Veranstalter „Rote Baum e.V.“ dabei auf sein Hausrecht berufen habe.

Auf Twitter wird der Vorfall gefeiert. So schreibt Michael Bergmann: „Wenn der Film im überfüllten Kinosaal am 24.12. gestoppt wird und AfD-MdB Jens Maier u seine Reichsbürger-Frau unter Applaus aufgefordert werden, den Saal zu verlassen, dann weißt du, dass du im richtigen Kino bist.“

Diskussionen bei Twitter

Unter dem Post von Bergmann gab es noch reichlich Diskussionen über die Aktion. So entwickelt sich zwischen ihm und Userin Tashina ein Gespräch darüber, was wirklich in dem Saal vorgefallen sei:

  • Tashina: „Der ganze Saal, bis auf zwei Menschen hat dazu erfolgreich geschwiegen. Es wurde nur des Saales verwiesen, weil ein Mensch zum Veranstalter ging.“
  • Michael Bergmann: „Ich habe dazu einen anderen Eindruck.Da wo ich gesessen habe waren die Menschen durchaus empört über die Anwesenheit von Maier und haben das auch kundgetan. Es haben viele Leute den Mund aufgemacht u der Rauswurf wurde begrüßt. Oder warst du in einem anderen Saal?
  • Tashina: „Ich war da. Bis auf exakt 2! War der Rest still. die 2 sind gegangen, weil sie fassungslos waren über die Inaktivität der Masse, trotz Bekanntgabe, dass ein AfD Bundestagsabgeordneter unter ihnen sitzt. auf Initiative eines einzelnen, wurde er des Saales verwiesen.“

Ärger wegen Noah-Becker-Tweet

Bereits Anfang 2018 hatte es Ärger um Jens Maier gegeben. So hatte es eine rassistische Twittern-Nachricht gegeben, in der Noah Becker als „kleiner Halbneger“ verunglimpft wurde.

+++ Noah Becker will Schmerzensgeld von AfD-Abgeordneten +++

Das Verfahren gegen Maier wurde eingestellt. Ein Mitarbeiter hatte gestanden, den Post abgesetzt zu haben. (göt)

 
 

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