Schwangere Frau muss in 22. Woche ihr Baby abtreiben – das hat ein Gericht so entschieden

Eine schwangere Frau wurde von einem Gericht zur Abtreibung verurteilt.
Eine schwangere Frau wurde von einem Gericht zur Abtreibung verurteilt.
Foto: imago images / Westend61

Es ist ein herzzerreißender Fall, der derzeit Großbritannien beschäftigt.

Eine schwangere Frau wurde vom Gericht zu einer Abtreibung verurteilt, berichtet „Sky News“. Der Grund: die Frau ist geistig behindert. Die 22-Jährige habe das geistige Alter einer Sechs -bis Neunjährigen, heißt es von Seiten des Gerichts.

Abtreibung: Frau mit geistiger Behinderung soll Kind nicht kriegen

Sie möchte das Kind - auch ihre Mutter, eine Hebamme, verspricht, sich um das Kind zu kümmern. Selbst ein mit dem Fall vertrauter Sozialarbeiter plädiert für die Fortführung der Schwangerschaft.

Doch die Richterin Nathalie Lieven vom britischen Court of Protection hat entschieden: die Frau muss in der 22. Schwangerschaftswoche abtreiben.

Das sorgt weltweit für Entsetzen. Ärzte hatten eine Abtreibung empfohlen, weil die junge Frau eine mittelschwere Lernstörung habe und an einer Affektstörung leide.

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Sie selbst wollte keine Abtreibung, deshalb landete der Fall vor Gericht. Hier entschied der Court of Protection. Er ist zuständig, bei Menschen mit verminderten mentalen Fähigkeiten, die nicht für sich selbst entscheiden können.

Richterin: „Sie will Baby haben, wie sie eine schöne Puppe haben möchte“

Die Richterin sagte laut „Sky News“, der Fall sei „herzzerreißend“. „Mir ist klar, dass es ein immenser Eingriff ist, wenn der Staat einen Schwangerschaftsabbruch anordnet. Aber ich muss im besten Interesse der Frau entscheiden, nicht nach den Ansichten der Gesellschaft.“ Sie könne die Verantwortung nicht ermessen, die mit einem Kind einhergehe. „Ich denke, sie will auf dieselbe Weise ein Baby haben, wie sie eine schöne Puppe möchte“, so die Richterin.

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Sie argumentierte, dass das Risiko für das Kind zu groß sei und das Baby nach der Geburt von der geistig eingeschränkten Frau getrennt werden müsste. Das sei aber viel traumatischer als eine Abtreibung. (ms)

 
 

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