Tag der Befreiung: Warum der 8. Mai so wichtig ist

Ein Spähwagen einer US-Panzerdivision fährt an einer brennenden Scheune vorbei.  Ein paar Schuppen und Scheunen brannten 1945 auch in Bartolfelde (Symbolbild).
Ein Spähwagen einer US-Panzerdivision fährt an einer brennenden Scheune vorbei. Ein paar Schuppen und Scheunen brannten 1945 auch in Bartolfelde (Symbolbild).
Foto: www.5ad.org / BZV-Archiv
Am 8. Mai 1945 kapitulierte Deutschland gegen die Alliierten. Der Faschismus in Europa war besiegt. Trotzdem ist der Tag kein Feiertag.
Berlin. 

Am 8. Mai 1945 ging mit der Kapitulation Deutschlands der Zweite Weltkrieg zu Ende


  • In der DDR war der 8. Mai ein Feiertag

  • Heute wird in Deutschland immer wieder diskutiert, ob der Tag der Befreiung ein Feiertag werden soll

  • In den Geschichtsbüchern ist dieser Tag eine Zäsur: der Sowjets, Amerikaner, Franzosen und Briten. Der 8. Mai markiert seither in Europa das Ende das Faschismus, das Ende des Mordens von Millionen Menschen, das Ende der gewaltigen . Der Tag der Befreiung.

    In der DDR wurde der Tag zum gesetzlichen Feiertag. Im Westen Deutschlands tat man sich schwieriger damit. Bis der 8. Mai 1945 offiziell in einer Regierungserklärung zur Sprache kam, dauerte es 25 Jahre. , als Kanzler der von SPD und FDP geführten Regierung, thematisierte den Tag im Jahr 1970 – und bekam Gegenwind.

    Debatte um Tag der Befreiung am 8. Mai 1945

    Die Union wollte diese Regierungserklärung verhindern. „Niederlagen feiert man nicht“, hieß es von ihnen. Zudem wollte man die eigene Schuld daran, die menschenverachtenden Machenschaften der Nazis unterstützt zu haben, nicht noch mit einem Feiertag würdigen.

    Gedenktag für Millionen Holocaust-Opfer
    Gedenktag für Millionen Holocaust-Opfer

    Eine richtige Debatte folgte dann in den 80er Jahren: Markiert der Tag die militärische Niederlage Deutschlands? Oder steht er für die Befreiung von Faschismus, von der , die Millionen Menschen vernichtete?

    Auch wenn heute letztere Sichtweise eher verbreitet ist, ist der Tag der Befreiung kein gesetzlicher Feiertag. Auch jetzt nicht, mehr als 70 Jahre nach Kriegsende – und das, obwohl, so sagte es der damalige Kanzler Gerhard Schröder 2000 in einer Rede, niemand heute mehr ernsthaft bestreite, „dass der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung gewesen ist – der Befreiung von nationalsozialistischer Herrschaft, von Völkermord und dem Grauen des Krieges“.

    (bekö)