Schon entdeckt? Warum auf vielen Uhren eine „falsche“ 4 steht

Auf manchen Uhren sieht man immer noch IIII statt IV für die Zahl 4 stehen.
Auf manchen Uhren sieht man immer noch IIII statt IV für die Zahl 4 stehen.
Foto: imago/imagebroker/begstei / imago
  • Auf manchen Uhren mit römischen Zahlen steht IIII anstatt IV für die Zahl Vier
  • Dies war die übliche Schreibweise in der Antike
  • Heutzutage wird die Schreibweise aufgrund der Symmetrie teilweise immer noch benutzt

Die wenigsten wissen es, doch oft stehen Uhrenhersteller, die Wert auf ein Ziffernblatt mit römischen Zahlen legen, vor einem Vier-Dilemma.

Bei den römischen Zahlen ist IV die gängige Schreibvariante, doch das war nicht immer so.

Schreibweise IIII wurde in der Antike und Mittelalter öfter als IV benutzt

Mehrere Fundstücke aus der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit zeigen, dass IIII öfter als IV für die Zahl 4 verwendet wurde. Steinmetze haben diese Schreibweise bei Versatzzeichen benutzt, Zimmerleute bei Abbundzeichen. Auch in vielen Büchern findet man die IIII als Seitenzahl wieder.

Die Schreibvariante mit vier Strichen war nämlich einfacher, da sie auf Addition und nicht Subtraktion basierte. Außerdem konnte man IIII dann nicht so schnell mit VI (6) verwechseln.

Im antiken Rom galt die IV als Ziffernblatt-Zahl als Gotteslästerung

In der römischen Antike IV statt IIII zu verwenden, wäre undenkbar gewesen, verriet Uhrenexperte Uwe Ahrendt auf spektrum.de. Denn IV war die Abkürzung für Jupiter, den wichtigsten Gott der antiken Römer.

Die Abkürzung für ein Ziffernblatt zu verwenden, wäre Blasphemie gewesen.

Die Schreibweise IV hat sich erst durch ein Dekret des französischen Königs Karl V. im 15. Jahrhundert durchgesetzt. Bis heute halten sich noch viele Uhrmacher daran.

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IIII wird auch heute noch verwendet - weil es symmetrisch ist

Doch die Schreibweise IIII findet man auch noch bei modernen Uhren – und das aus Gründen der Symmetrie. Gegenüber der Vier liegt nämlich die Acht, dargestellt durch VIII. Da soll IIII optisch ein besseres Gegengewicht bilden als IV.

Viele Uhrmacher umgehen aber das Vier-Dilemma, indem sie an der Stelle die Aufzugslöcher oder die Datumanzeige platzieren. Und wem das alles zu kompliziert ist: Es gibt ja glücklicherweise noch die Smartwatch.

 
 

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