31 Millionen sind im Jackpot: 13 Fakten über Lotto 6 aus 49

Seit 1955 gibt es Lotto 6 aus 49. Sie gilt als der Klassiker unter den deutschen Lotterien.
Seit 1955 gibt es Lotto 6 aus 49. Sie gilt als der Klassiker unter den deutschen Lotterien.
Foto: imago stock&people
Beim Lotto „6 aus 49“ liegt der Jackpot bei 31 Millionen Euro. Wie groß ist die Chance auf den großen Gewinn? Das sollten Sie wissen.

Berlin.  Geburtsdaten, geometrische Formen, bewährte Zahlenreihen oder aber auch spontane Eingebung – wie Lotto-Spieler ihre Scheine ausfüllen, ist sehr unterschiedlich. Nur eines haben sie wohl alle gemeinsam: den Traum vom ganz großen Gewinn. Am Mittwochabend könnte er wahr werden. 31 Millionen Euro sind im Jackpot. Wir haben zusammengestellt, was Lottospieler wissen müssen.

• Wie funktioniert das Tippen beim Lotto 6 aus 49?

Lotto 6 aus 49 ist der Klassiker unter den Lotterien. Wie der Name sagt, geht es darum, aus 49 Zahlen sechs Richtige auszuwählen. Auf einem Spielschein stehen insgesamt zwölf Spielfelder zur Verfügung. Auf wie vielen Spielfeldern ein Lottospieler seine Kreuzchen setzen möchte, kann er frei entscheiden. Je mehr Felder gespielt werden, desto höher der Spieleinsatz.

Wer sein Glück versuchen und den Jackpot knacken will, muss seinen Tipp rechtzeitig abgeben. Für die Ziehung am Mittwochabend ist der Annahmeschluss abhängig vom jeweiligen Bundesland zwischen 17.55 und 18 Uhr sowie zwischen 18.55 und 19 Uhr für die Samstagsziehung.

• Wann werden die Lottozahlen gezogen?

Die Lottozahlen werden immer mittwochs um 18.25 Uhr und samstags um 19.25 Uhr gezogen. Die Live-Übertragungen können im Internet auf lotto.de verfolgt werden. Im Fernsehen werden sie immer mittwochs um 18.54 Uhr vor den heute-Nachrichten im ZDF sowie samstags um 19.57 Uhr vor der Tagesschau im Ersten gezeigt.

• Wofür braucht man die Losnummer auf dem Lottoschein?

Auf jedem Spielschein steht am linken unteren Rand eine sechsstellige Losnummer. Relevant ist sie für die Superzahl, die Glücksspirale sowie für die Zusatzlotterien Super6 und Spiel 77. Die letzte Ziffer ganz rechts, auf dem Spielschein rot hinterlegt, ist die sogenannte Superzahl. Um den Jackpot zu knacken, reichen im Normalfall nicht sechs Richtige. Auch die Endziffer der Losnummer muss stimmen. Bei jeder Ziehung wird dazu auch eine Zahl zwischen null und neun gezogen.

Wem die Losnummer auf dem Papierspielschein nicht zusagt, kann sich einen Schein mit einer Losnummer aussuchen, die ihm gefällt. Beim Online-Tipp hat der Spieler die Möglichkeit, sich eine neue Losnummer nach Zufallsprinzip generieren zu lassen oder sie ganz individuell zu bestimmen. Wer mit seiner Losnummer auch bei der Glücksspirale mitmachen will, muss mit einem zusätzlichen Kreuzchen die Teilnahme daran bestätigen.

• Was hat es mit den Zusatzlotterien auf sich?

Auf dem Spielschein kann der Spieler zusätzlich zum normalen Lotto 6 aus 49 auch die Teilnahme an den Zusatzlotterien Super 6 und Spiel 77 ankreuzen. Bei beiden Spielen handelt es sich um Endziffernlotterien. Bei den Lottoziehungen mittwochs und samstags wird jeweils eine sechs- beziehungsweise siebenstellige Gewinnzahl ermittelt. Um zu gewinnen, müssen diese mit den Endziffern der Losnummer übereinstimmen. Je mehr Endziffern in richtiger Reihenfolge übereinstimmen, desto höher der Gewinn.

Schon eine richtige Endziffer genügt für einen Gewinn in der niedrigsten Gewinnklasse. Als Zusatzlotterien werden die beiden Spiele bezeichnet, weil die Teilnahme nur in Verbindung mit Lotto 6 aus 49, Toto oder der Glücksspirale möglich ist.

• Wann ist der Jackpot geknackt?

Um den Jackpot der Gewinnklasse 1 zu knacken, müssen alle sechs getippten Zahlen sowie die Superzahl mit den gezogenen Gewinnzahlen übereinstimmen. Fehlt die Superzahl, reicht es mit sechs Richtigen immerhin für Gewinnklasse 2. Insgesamt gibt es neun Gewinnklassen, wobei für die niedrigste Gewinnklasse zwei Richtige plus Zusatzzahl ausreichen. Die Gewinnquoten, also die Höhe der jeweiligen Gewinnsumme, hängen vom Gesamtspieleinsatz und von der Anzahl der Gewinner innerhalb der Gewinnklassen ab.

• Wann kommt es zur Zwangsausschüttung?

Gibt es keinen Gewinner in der Gewinnklasse 1, wächst der Jackpot weiter an. Allerdings hat das eine Grenze: Nach den Lotto-Regeln muss der Jackpot spätestens in der 13. Ziehung garantiert ausgeschüttet werden. Gibt es keinen Gewinner, der sechs Richtige plus Superzahl getippt hat, reichen auch sech Richtige für den Jackpot. Bleibt auch die Gewinnklasse 2 unbesetzt, reichen fünf Richtige plus Superzahl und so weiter.

Eine Zwangsausschüttung ist nach Angaben der Lottogesellschaft jedoch sehr selten. Zur ersten Zwangsausschüttung in der Lottogeschichte kam es im Mai 2016 – und nur wenige Monate später folgte die zweite: am 14. September. Beide Jackpots gingen übrigens an Gewinner der Klasse 2 nach Nordrhein-Westfalen.

• Wie hoch war der bisherige Rekordgewinn bei 6 aus 49?

Der Höchste Jackpot in der „6 aus 49“-Lotto-Geschichte seit dem Beginn der Lotterie im Jahr 1955 betrug genau 45.382.458 Euro. Er wurde am 5. Dezember 2007 ausgespielt. Allerdings ging damit nicht auch der höchste „6 aus 49“-Gewinn einher. Denn gleich drei Lottospieler tippten die sechs Richtigen 9, 10, 24, 28, 39 und 42 sowie die Superzahl 3 – die Summe wurde geteilt. Der höchste Einzelgewinn liegt bei knapp 37,7 Millionen Euro. Er ging im Oktober 2006 nach Nordrhein-Westfalen.

Früher waren die Jackpots gesetzlich gedeckelt: Zwischen Oktober 1956 und Juli 1974 lag die Höchstgrenze bei 500.000 D-Mark. Anschließend wurde die Deckelung auf 1,5 Millionen D-Mark und ab Juli 1981 auf 3 Millionen D-Mark erhöht. Erst im Juni 1985 wurde die gesetzliche Höchstgrenze aufgehoben.

Der höchste Jackpot in der deutschen Lotto-Geschichte beträgt übrigens exakt 90 Millionen Euro. Der Rekord-Jackpot wurde in der Lotterie Eurojackpot bereits zweimal ausgespielt. Er ging im Oktober 2016 an einen Einzelgewinner aus Baden-Württemberg sowie im Januar 2017 an fünf Lottospieler aus Berlin, Hessen, Niedersachsen sowie aus Dänemark und den Niederlanden.

• Wie hoch ist die Chance, zu gewinnen?

Die Wahrscheinlichkeit, den Jackpot der Gewinnklasse 1 zu knacken, liegt bei 1 : 140 Millionen. Auch die Chance, in der zweiten Klasse zu gewinnen, ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 15,5 Millionen noch relativ gering. Insgesamt gibt es neun Gewinnklassen, wobei in der niedrigsten Klasse zwei Richtige plus Zusatzzahl ausreichend sind. Dort liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei immerhin 1 : 76.

• Wie viele Millionen-Gewinner gab es schon?

Zwischen 1955 und 2002 gab es 4129 D-Mark-Millionäre beim Lotto 6 aus 49. Seit Einführung des Euros zählt die Lotto-Gesellschaft 967 Lottospieler, die mehr als eine Million Euro gewannen. Die meisten Lotto-Millionäre kommen aus Nordrhein-Westfalen. Im Schnitt kommt jeder vierte Lottogewinner aus dem bevölkerungsstarken Bundesland.

• Welche Zahlen wurden in der Vergangenheit besonders häufig gezogen?

Rein rechnerisch hat jede Tippreihe gleichhohe Gewinnwahrscheinlichkeiten. Das zeigen etwa zwei Beispiele aus den Jahren 1999 und 2015. Da wurden die eher ungewöhnlichen Zahlenreihen 2, 3, 4, 5, 6 und 26 mit der Superzahl 4 sowie die Reihe 9, 10, 11, 12, 13 und 37 mit der Superzahl 3 gezogen.

Tatsächlich gibt es bei der Häufigkeit der gezogenen Zahlen keine großen Ausreißer nach oben oder nach unten. Die Statistik verrät: Die bislang am häufigsten gezogene Zahl ist die 6. Sie wurde insgesamt 551 Mal ausgespielt. Knapp dahinter landet mit 541 Mal die Gewinnzahl 32. Am seltensten wurde die Zahl 13 gezogen: bislang lediglich 434 Mal.

Zudem lässt sich auf der Westlotto-Website zurückverfolgen, welche Zahlen besonders lange nicht mehr ausgespielt wurden. Besonders lange ließ jüngst die Gewinnzahl 25 auf sich warten: 32 Wochen lang wurde sie nicht mehr gezogen.

• Der Jackpot wird geknackt – und dann?

Gewinne bis zu 250 Euro werden in der Annahmestelle direkt bar ausgezahlt. Gewinne ab 250 Euro bis 1000 Euro können bar oder per Überweisung ausgezahlt werden. Für die Auszahlung höherer Gewinnsummen müssen sich die Glücklichen bei der Lotto-Gesellschaft melden.

Bei sogenannten Großgewinnen, also ab Gewinnsummen von 100.000 Euro, können Lottogewinner ein Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Dort erhalten die Lottogewinner Verhaltensratschläge sowie Tipps rund um die richtige Bank, Steuerangelegenheiten oder auch zum Thema Erbschaft.

• Kann der Jackpot-Gewinn verfallen?

Wenn sich ein Lottogewinner nicht meldet, kann er seinen Anspruch auf die Auszahlung verlieren. Allerdings gilt die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Wer dieses Jahr einen Gewinn erzielt, hat also bis zum 31. Dezember 2019 Zeit, das Geld abzuholen. Wenn Gewinne nicht abgeholt werden, also die Gewinner sich nicht melden, fließt das Geld in Sonderauslosungen und wird so wieder an die Gewinner ausgeschüttet.

Bei kleineren Gewinnen passiert es tatsächlich ab und zu, dass Gewinne nicht abgeholt werden. Bei größeren Summen ist dies eher selten der Fall. Ein Beispiel aus Nordrhein-Westfalen: Weil sich ein Gewinner im September 2010 auch zwei Monate nach dem Knacken des Jackpots nicht meldete, suchte die Lotto-Gesellschaft mit Plakaten in 500 Lotto-Annahmestellen sowie einem Aufruf in den Medien nach ihm. Mit Erfolg. Der Lotto-Millionär aus dem Raum Köln-Bonn hatte schlicht und einfach vergessen, dass er einen Mehrwochenschein ausgefüllt hatte.

• Was, wenn jemand die Kontrolle über das Spielen verliert?

Wer bemerkt, dass er sein Lotto-Spielverhalten nicht mehr im Griff hat, findet im Netz auf Seiten der Lotto-Anbieter Hilfsangebote und den Kontakt zu Beratungsstellen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet etwa eine kostenlose und anonyme Hotline an; sie ist unter 0800 - 37 27 00 erreichbar.

Ebenfalls kostenfrei ist die Hotline für ein türkischsprachiges Beratungsangebot: 0800 - 326 47 62. Unter dem Namen „Check dein Spiel“ bietet die BZgA auch Hilfe im Internet. Gemeinsam mit den Gesellschaften des Deutschen Lotto- und Totoblocks bietet die BZgA Hilfsangebote und Informationen für Betroffene und Angehörige auch auf der Internetseite spielen-mit-verantwortung.de.

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