18-Jähriger muss wegen Mordes in den Knast, den er nicht begangen hat – und das Gericht weiß das

Der junge Mann wurde zu Unrecht wegen eines Verbrechens verurteilt, dass er nicht begangen hat (Symbolbild).
Der junge Mann wurde zu Unrecht wegen eines Verbrechens verurteilt, dass er nicht begangen hat (Symbolbild).
Foto: Uwe Lein / dpa
Ein Teenager in Alabama wurde wegen eines Mordes verurteilt, den er nicht begannen hat. Ein Gesetz sieht diese Rechtsprechung vor.

Wetumpka.  Die Amerikaner haben schon seltsame Gesetze. In Alabama darf man seine Frau zwar schlagen, aber nur wenn der Durchmesser des Stocks nicht größer ist, als der des Daumens. Und die Bürger dürfen dort nicht mit einem Bären ringen.

Ein ähnlich fragwürdiges Gesetz hat nun auch dazu geführt, dass der 18-jährige Lakeith Smith wegen Mordes ins Gefängnis wandert – doch umgebracht hat er keinen. Und: Das Gericht sei sich dessen bewusst, wie „USA Today“ berichtet.

Einbruch und Diebstahl – Mord jedoch nicht

Als Lakeith 15 Jahre alt war, brach er demnach mit einer Gruppe Jugendlicher in zwei Häuser in Millbrook ein. Als die alarmierten Cops kamen, hätten einige der Teenager das Feuer auf die Officer eröffnet, Lakeith jedoch nicht.

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Dem Bericht zufolge wurde der 16-jährige A’Donte Washington in dem Feuergefecht von einem Polizisten erschossen. Vor Gericht wäre Lakeith eigentlich zu 25 Haft verurteilt worden – 15 Jahre für Einbruch, 20 für Diebstahl. Wäre da nicht dieses seltsame Gesetz, dass ihn für den Tod seines Einbruchs-Kumpanen verantwortlicht machte.

Irres Gesetz in Alabama

Das Gesetz besagt, dass Lakeith Smith für die Taten Anderer verantwortlich gemacht werden kann, die in diesem Fall letztlich zum Tod von A’Donte führten. Im Klartext: 30 Jahre Knast obendrauf – für eine Tat, die er nicht begann.

Der Officer, der Washington tatsächlich erschoss, wurde von den Geschworenen dagegen frei gesprochen. (ln)

 
 

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