14-Jähriger stellt sich nach Attacke auf Rabbiner der Polizei

In Offenbach war ein Rabbiner aus einer Gruppe Jugendlicher heraus angegriffen worden. Jetzt stellte sich ein 14-jähriger Tatverdächtiger der Polizei.
In Offenbach war ein Rabbiner aus einer Gruppe Jugendlicher heraus angegriffen worden. Jetzt stellte sich ein 14-jähriger Tatverdächtiger der Polizei.
Nach dem Angriff auf einen Rabbiner in Offenbach hat ein Jugendlicher die Tat gestanden. Der 14-Jährige habe offenbar ein schlechtes Gewissen bekommen, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Dienstag mit. Er habe den Übergriff auf den jüdischen Geistlichen gestanden und umfangreich ausgesagt. Nach seinen Aussagen soll eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren den Rabbiner am Sonntagabend in einem Einkaufszentrum beleidigt haben.

Offenbach. Nach dem Angriff auf einen Rabbiner im hessischen Offenbach hat sich ein 14-jähriger Tatverdächtiger der Polizei gestellt. Er habe am Montag umfangreich zu dem Übergriff ausgesagt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Darmstadt am Dienstag mit. An dem Angriff am Sonntag vor einer Woche soll demnach eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen elf und 15 Jahren beteiligt gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt nach Angaben eines Sprechers wegen des Verdachts auf Beleidigung und Körperverletzung. Genauere Angaben zu dem Geschehen machten die Ermittler aber nicht. Es gebe "widersprüchliche Angaben" dazu, welche Äußerungen genau gefallen seien und ob antisemitische Äußerungen sich gezielt an den Rabbiner gerichtet hätten, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft.

AntisemitismusJugendlicher will sich bei Rabbiner entschuldigen

Der 14-jährige Jugendliche, der sich selbst stellte, bezeichnete sich nach Polizeiangaben als Haupttäter. Er habe ausgesagt, dass ihm das Ganze sehr Leid tue. Er wolle sich auch bei dem Rabbiner für sein Verhalten und das seiner Freunde entschuldigen. Der Rabbiner war am Vormittag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Nach dem Vorfall hatte der hessische Landtagsvizepräsident Lothar Quanz zur Wachsamkeit gegen Antisemitismus aufgerufen. (afp/dpa)

 
 

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