Das ändert sich zum 1. Juli: Mehr Geld für Millionen Deutsche

Ab 1. Juli müssen sich Verbraucher auf einige Veränderungen einstellen. Nicht alles ist erfreulich.
Ab 1. Juli müssen sich Verbraucher auf einige Veränderungen einstellen. Nicht alles ist erfreulich.
Foto: dpa

Ab dem 1. Juli treten wieder zahlreiche Veränderungen in Kraft. Für viele Deutsche bedeutet das: mehr Geld. Andere wiederum Ärgern sich über Preiserhöhungen, die ab diesem Monat gelten.

Mehr Rente, höheres Kindergeld und längere Fristen für die Steuererklärung. Wir haben zusammengefasst, was sich ab dem 1. Juli ändert.

Das ändert sich ab 1. Juli:

Das sind alle Veränderungen ab Juli auf einen Blick:

  • Deutsche Post erhöht Porto
  • Kindergelderhöhung
  • Erweiterung der Zahnvorsorge für Kleinkinder
  • Steuererklärung: Fristverlängerung
  • Rentenerhöhung
  • Höhere Verdienstgrenzen für Mini- und Midijobber
  • Pfändungsgrenzen steigen

Im nachfolgenden Text sind die konkreten Auswirkungen für Verbraucher nachzulesen.

Kunden-Ärger? Deutsche Post erhöht Porto

Aufreger-Potenzial haben die Juli-Veränderungen bei der deutschen Post. Hier müssen sich Kunden auf ein höheres Porto einstellen. Erst zum Jahreswechsel mussten Kunden höhere Preise für Pakete akzeptieren.

Schon zu diesem Zeitpunkt reagierten einige Kunden mit Unverständnis. Nun soll der Standardbrief ab 1. Juli 10 Cent teurer werden. Er kostet dann anstatt 70 Cent in Zukunft 80 Cent.

Auch für andere Sendungen steigen die Preise an:

  • Postkarte: 0,60 Euro (International: 0,95 Euro)
  • KompPostkarte: 0,60 Euro (International: 0,95 Euro)
  • Kompaktbrief: 0,95 Euro (International: 1,70 Euro)
  • Großbrief: 1,55 Euro
  • Maxibrief: 2,70 Euroaktbrief: 0,95 Euro (International: 1,70 Euro)
  • Großbrief: 1,55 Euro
  • Maxibrief: 2,70 Euro

Freude bei Familien – Kindergelderhöhung ab 1. Juli

Für wesentlich mehr Freude bei Verbrauchern dürfte die Erhöhung des Kindergelds sorgen. Ab dem 1. Juli tritt die von der Bundesregierung durchgesetzte Erhöhung in Kraft. Der Betrag pro Kind steigt um 10 Euro. Familien haben also mehr Geld in der Tasche.

Hartz-4-Empfänger sind bei der Kindergeld-Reform allerdings im Nachteil. Denn die 10 Euro werden auf den Hartz-4-Satz angerechnet.

Für das erste und zweite Kind erhalten Eltern also statt den bisherigen 194 Euro ab Juli 204 Euro. Für das dritte Kind gibt es 210 Euro statt 200 Euro und für das vierte Kind bekommen Eltern von der Kindergeldkasse 235 Euro statt 225 Euro überwiesen.

Das Kindergeld wird bis zum 18. Lebensjahr eines Kinder gezahlt. Wenn sich das Kind noch in der Ausbildung befindet, bekommen beispielsweise Studenten allerdings bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld.

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„Lücke kann geschlossen werden"– Zahnvorsorge für Kleinkinder wird erweitert

Auch Eltern mit kleinen Kindern können sich freuen. Denn für diese soll es mehr Vorsorge-Leistungen beim Zahnarztbesuch geben. Für Kinder ab dem 6. Lebensmonat wird die zahnmedizinische Vorsorge ab Juli deutlich erweitert.

Erstmals stehen Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten für Babys und Kleinkinder bereits vom sechsten bis zum vollendeten 33. Lebensmonat als Kassenleistung zur Verfügung. Eltern erhalten eine praktische Anleitung für die Mundhygiene ihres Kindes. Zur Zahnschmelzhärtung kann zum Beispiel Fluoridlack angewendet werden.

„Endlich kann eine Lücke in der zahnmedizinischen Prävention von Kleinkindern geschlossen werden. Durch den frühzeitigen und regelmäßigen Besuch ihres Kindes beim Zahnarzt, erhalten Eltern nun eine völlig neue Sicherheit", sagt IKK-Pressereferentin Stefanie Weier über die Erneuerung zur Zahngesundheit.

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Fristverlängerungen für Steuererklärungen

Auch an der Steuerfront wird es hilfreich. Zwar ist nicht gezwungen eine Steuererklärung zu machen, doch oft lohnt sich der Aufwand finanziell. Immer wieder bekommen Arbeitnehmer eine Stange Geld vom Staat zurück. Auch wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, kann seine Steuern noch rückwirkend für die letzten vier Jahre machen. Also bis zum 31. Dezember 2019 für die Jahre 2015 bis 2018.

Wer seine Steuererklärung machen muss oder möchte, hat ab diesem Jahr mehr Zeit für den Papierkram. Denn die Abgabefrist verschiebt sich vom 31. Mai auf den 31. Juli. Dann sollte sie aber fertig sein, sonst drohen Strafzahlungen.

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Renten steigen an – nicht alle Rentner profitieren

Ab 1. Juli steigen außerdem die Rentenbezüge für 21 Millionen Bürger. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,19 Prozent und in Ostdeutschland um 3,91 Prozent. Doch ein bestimmter Teil von Rentnern wird nicht von dieser Rentenerhöhung nicht profitieren.

Viele Rentner müssen auf ihren Renten-Betrag die Einkommenssteuer zahlen. Wer sich also von der Erhöhung etwas Besonderes gönnen möchte, muss daran denken, dass mit jeder Rentenerhöhung die Gefahr steigt, dass man als Rentner Steuern zahlen muss.

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Höhere Verdienstgrenzen für Mini- und Midijobber

Bisher galt als Midijobber, wer bis zu 850 Euro im Monat verdient. Ab 1. Juli dürfen Midijobber bis zur Obergrenze von 1300 Euro Geld verdienen. Und noch etwas ändert sich ab Juli. Die Midijobber zahlen weiterhin reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, haben aber vollen Anspruch auf Beitragszahlungen und Ausschüttungen aus der deutschen Rentenversicherung.

Ihr Anteil als Arbeitnehmer muss also nicht aus eigenen Mitteln aufgestockt werden, um später volle Rentenleistungen erhalten zu können.

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Pfändungsgrenzen steigen

Auch für Schuldner ändert sich ab 1. Juli etwas. Denn wer von einer Pfändung betroffen ist, der hat bald etwas mehr Geld zur Verfügung. Ab dem 1. Juli steigen die Freigrenzen nämlich um vier Prozent an.

Das bedeutet für Schuldner bei einer Pfändung von ihrem Einkommen auf der untersten Stufe, einen Freibetrag von 1179 Euro, beim Pfändungsschutzkonto sind ab Juli 1178,59 Euro geschützt.

Hier sind alle genauen Einzelheiten in der aktuellen Pfändungstabelle aufgelistet.

 
 

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