Interview

„Ich würde nicht mehr ins Ausland gehen“

18.05.2012 | 11:11 Uhr
„Ich würde nicht mehr ins Ausland gehen“
Zeus auf Schalke mit Timo Hildebrand, Zeus-Reporter interviewen den Fußballer. Foto: Karsten Rabas

Essen/Gelsenkirchen.   Zeus-Reporter sprachen mit dem Schalke-Torwart Timo Hildebrand.

Am Freitag, 4. März 2012, waren Hannah S., Marvin L. und ich als Zeus-Reporter im Auftrag des Carl-Humann-Gymnasiums auf Schalke zu einem Interviewtraining eingeladen, welches uns großen Spaß bereitet hat. Zunächst bekamen wir mit 17 anderen Reportern des Zeus-Projektes in einem Seminarraum eine Unterweisung über die Planung und Durchführung eines Sportinterviews. Der weitere Tagesablauf sah vor, dass wir danach mit unseren erworbenen Kenntnissen selbst ein Interview planen und durchführen sollten. Zunächst teilte der Stadionsprecher von Schalke uns mit, dass unser Interviewpartner an diesem Tag Timo Hildebrand sein wird, der Torwart des Vereins. Danach hatten wir circa 90 Minuten Zeit, uns auf dieses Gespräch vorzubereiten. Wir formulierten in Kleingruppen Fragen, die wir stellen wollten. In dem Vortrag hatten wir gelernt, dass es für die Durchführung eines erfolgreichen Interviews wichtig ist, sich gut auf den Gesprächspartner vorzubereiten. Deshalb hatten wir Gelegenheit, uns über Timo Hildebrand an Internetstationen zu informieren und dieses Wissen in unsere Fragen mit einzubinden.

Nach einer kurzen Mittagspause kam endlich unser Interviewpartner. Jede Gruppe hatte nun die Möglichkeit, ein zehnminütiges Gespräch mit dem Bundesligastar zu führen. Natürlich waren wir alle ein bisschen aufgeregt, aber Timo Hildebrand brachte mit seinen 32 Jahren eine Menge Medienerfahrung mit und so fand unser Interview in einer entspannten und aufgelockerten Atmosphäre statt. Timo bat uns gleich das „Du“ an und beantwortete geduldig alle unsere Fragen.

WURDEST DU ALS TORWART VORGESCHICKT UM TROPHÄEN ZU HALTEN DAMIT SIE NICHT HERUNTER FALLEN?

So viele große Erfolge habe ich noch nicht gehabt, aber wichtige Dinge wie die Meisterschaftsschale in Stuttgart und den Pokal mit Valencia habe ich nicht fallen gelassen.

HILFT ERFAHRUNG ALS TORWART VOR AUFREGUNG?

Erfahrung hilft vor Aufregung. Das ist für einen Schlussmann besonders wichtig.

WAS FÜR EIN GEFÜHL WAR ES FÜR DICH, IM AUSLAND EINEN GROßEN ERFOLG ZU HABEN?

Das war eine sehr positive Erfahrung, besonders weil es im ersten Jahr meines Auslandsaufenthaltes war.

WAR DIR DIESER ERFOLG WICHTIGER ALS DER GEWINN DER MEISTERSCHAFT MIT STUTTGART?

Nein, das kann man schlecht vergleichen. Die Meisterschaft mit Stuttgart bleibt unvergessen, weil sie am Ende recht überraschend kam und es mein letztes Jahr in Stuttgart war. Das war einfach ein toller Abschied.

Hast du denn gedacht dass du einmal als Kind bei S04 landest?

Nein das war nur ein Traum.

Wie beurteilst du zurzeit die Torwart-Situation auf Schalke?

Es ist eine ganz besondere Situation, weil es sonst nur eine Nummer eins für das Tor gibt.

Warst du schon immer im Tor oder auch auf dem Feld?

Zum größten Teil nur im Tor. nur in der Jugend gab es mal eine kurze Zeit, in der ich auch mal aufs Feld wollte, weil wir zu gut waren und ich im Tor nichts zu tun hatte.

Wie wurdest du entdeckt?

Ich wurde bei einem Sichtungsturnier entdeckt. Darauf ging ich zum Probe-Training nach Köln und Stuttgart. Am Ende habe ich mich für Stuttgart entschieden.

Du hast mal gesagt, dass Torwart eine besondere Position ist. Warum?

Weil jeder Fehler bestraft wird.

Also ist Torwart schwieriger als Feldspieler, weil der Druck höher ist?

Ja ich denke schon, weil man unter besonderer Beobachtung steht und es deshalb in gewisser Weise eine noch höhere Herausforderung ist.

Hast du immer Unterstützung von deiner Familie bekommen?

Ja, meine Familie war immer für mich da und hat mich immer unterstützt. Mein Vater hat mich auch zum Beispiel immer zum Training gefahren. Sie haben mir auch nie Druck gemacht was ich werden soll. Sie haben mir alle Wege offen gelassen.

Was würdest du machen, wenn dein Sohn eines Tages zu dir kommt und sagt, dass er auch Fußballprofi werden will?

Ich würde ihn natürlich unterstützen, aber ich würde ihn niemals unter Druck setzten.

Was war dein schönster Moment als Fußball Profi?

Dass ich mit Stuttgart Deutscher Meister wurde.

Und was würdest du rückblickend ändern?

Ich würde nicht mehr ins Ausland gehen.

Ahmed Abd El-Latif, Klasse 8b, Carl-Humann-Gymnasium, Essen

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