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Reiter dürfen ihre Runden drehen

21.05.2012 | 16:53 Uhr
Reiter dürfen ihre Runden drehen
Im Grävinholz wurde jetzt der offizielle Reit- und Wanderweg ausgeschildert. Foto: Jochen Linz

Grävingholz. Die neue Reitrunde im Grävingholz-Wald ist nun gut sichtbar eröffnet. Gestern brachte das Umweltamt entlang des 3,3 km langen Rundkurses insgesamt acht größere Schilder mit dem Rundkurs an. Wichtigste Botschaft: „Nehmt Rücksicht!“

Unterwegs weisen weiße Hufeisen auf schwarzem Grund den Reitern ihren Weg, den sie sich aber mit anderen Besuchern des Waldes teilen müssen. Radfahrer, Spaziergänger und Läufer haben dieselben Rechte. „Ohne gegenseitige Rücksichtnahme und ein gewisses Verständnis füreinander geht es nicht“, so Umweltamtsleiter Dr. Wilhelm Grote gestern vor Ort. Spaziergänger, Läufer oder Radler, die keinen Pferdekontakt wünschen, sollten die Runde einfach meiden.

Grundsätzlich ist das Reiten im Wald verboten. Doch in Dortmund hat die Stadt an mehreren Punkten (meist in der Nähe von Reiterhöfen) bestimmte Wege freigegeben. Insgesamt dürften es etwa 30 Kilometer sein, schätzte Dr. Robert Marks vom Umweltamt gestern. Das Besondere im Grävingholz sei, dass kein separater Seitenstreifen für die Pferde angelegt wurde, sondern der recht breite Weg aus Dolomitsand als kombinierter Reit- und Wanderweg diene. Hiermit habe man im Süden des Stadtgebiets „recht gute Erfahrungen gemacht“, so Dr. Marks.

Die Öffnung des Grävingholzwaldes für die zahlreichen Pferdefreunde war jahrelang umstritten. Die große Mehrheit in der Bezirksvertretung Eving hatte die Runde zunächst probeweise für ein Jahr geöffnet. In dieser Zeit sei es nur zu vereinzelten Beschwerden gekommen, so das Umweltamt, am heftigsten klagten danach die Läufer u. a. über gefrorene Pferdeäpfel und unschöne Begegnungen mit rücksichtslosen Reitern. Doch unter dem Strich vermochte das Umweltamt keinen Grund zu sehen, den Reitern im Bezirk Eving den Wald zu verwehren. Dem schloss sich die große Mehrheit der Vor-Ort-Politiker vor einigen Wochen an, beendete die Probezeit und öffnete die Reitrunde dauerhaft. Allein die FBI-Fraktion in der Bezirksvertretung blieb bei ihrem Nein zu der Reitrunde. Vorsitzender Detlef Münch meint: „Pferde gehören auf die Weide - nicht in den Wald.“

Als die Mitarbeiter gestern die großen Schilder anbrachten, erinnerte Dr. Grote daran: Pferdehalter müssen im Wald an das gültige Reitkennzeichen und die gültige Reitplakette denken.

Alexander Ebert

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2012-05-21 16:53
Nord-Ost