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Federfußball

Brüder-Paar mit viel Gefühl im Fuß

26.07.2012 | 15:19 Uhr
Brüder-Paar mit viel Gefühl im Fuß
Mit Gefühl im Fuß: David Zentarra vom FFC Hagen.Foto: Michael Kleinrensing

Hagen. Ein bisschen erschöpft sehen sie aus, doch ihr Lächeln haben sie nicht verloren. Vier Stunden Training mit der Nationalmannschaft liegen hinter David und Christopher Zentarra, den beiden Hagenern Erfolgsbrüdern. Viel haben sie in die letzten Jahre investiert - mit Erfolg: Mittlerweile sind sie in der Weltspitze des Federfußballs angekommen, haben schon jetzt in ihrer noch jungen Laufbahn beim FFC Hagen eine Vielzahl von Pokalen gesammelt.

Angefangen hat alles vor zehn Jahren mit der Federfußball-WM in der Halle Mittelstadt. „Da haben uns unsere Eltern einfach mit hingenommen. Ein halbes Jahr später habe ich dann mit dem Sport angefangen“, erinnert sich David, der Ältere. Christopher folgte seinem Bruder schnell. Seitdem lässt die Faszination dieser Sportart beide nicht mehr los. Mehr noch, der Federfußball ist zum absoluten Mittelpunkt im Familienleben der Zentarras geworden.

Kein Wunder bei den sportlichen Erfolgen der Brüder: Keine zwei Jahre ist es her, da belegte David bei der WM in China den dritten Platz im Einzel - bislang war kein deutscher Federfußballer besser. Sein jüngerer Bruder wurde 2011 deutscher A-Jugendmeister im Einzel. „Mein persönlich größter Erfolg“, schwärmt Christopher, der bis vor kurzem noch beim SuS Volmarstein kickte.

Ohne finanzielle Hilfe

Im Federfußball kommen die führenden Nationen aus dem asiatischen Raum. „China und Vietnam sind ganz oben, so wie hier halt die Fußballer“, erläutern die Zentarras, „in Europa sind vor allem die Ungarn sehr stark.“ Um die Lücke dahin etwas zu schließen, werben beide offensiv für ihre Sportart. David leitet ein Mal pro Woche eine Federfußball-AG an der Grundschule Kuhlerkamp, will die jungen Schüler für Federfußball begeistern. Dabei helfen soll die Vielseitigkeit des Sports: Schnelligkeit, Flexibilität, Reflexe, Sprungkraft und - nicht ganz unwesentlich - Gefühl im Fuß.

Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille, Probleme einer deutschlandweit wenig beachteten Sportart. Häufig müssen die Federfußballer weit reisen - im August steht zum Beispiel die EM in der Slowakei an - doch finanzielle Unterstützung bleibt weitgehend aus. „Wir müssen solche Trips meistens selbst zahlen, Sponsoren sind sehr rar“, bedauern David und Christopher. Beide sind froh, zumindest die Trikots von der Fankurve gesponsert zu bekommen.

Positiv seien familiärer Umgang und angenehme Atmosphäre. „Wir haben mit unseren Vereinskameraden auch privat viel zu tun und gehen ganz gerne mal abends zusammen vor die Tür“, plaudert David aus dem Nähkästchen. Zwei normale Brüder, die Zentarras, engagiert und kein bisschen abgehoben.

Flemming Krause


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