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2. Bundesliga

VfL Bochum will gegen Hansa Rostock Atmosphäre schaffen

03.02.2012 | 19:43 Uhr
VfL Bochum will gegen Hansa Rostock Atmosphäre schaffen

Bochum.  Am Sonntag trifft der VfL Bochum im ersten Pflichtspiel des Jahres auf Hansa Rostock. Hansa steht als Vorletzter mit dem Rücken zur Wand. Die VfL-Führung ist wild entschlossen, den Fans eine offensive und stets nach vorne denkende Mannschaft zu präsentieren.

Die Zeit des Übens ist vorbei. Am Sonntag (13.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) empfängt der VfL Bochum im ersten von noch 15 ausstehenden Liga-Spielen mit Hansa Rostock einen Klub, dem das Wasser bis zum Halse steht.

Doch bevor der Ball ins Rollen kommt, vermeldet der VfL noch einen „Aufsteiger“. Thomas Reis, Ex-Profi und Mitarbeiter in der Nachwuchsabteilung, wird neben Karsten Neitzel künftig als zweiter Co-Trainer bei den Profis fungieren. Reis soll, so Cheftrainer Andreas Bergmann, „auf dem Platz mit beobachten, mit analysieren und neue Ideen einbringen“ sowie die „Verzahnung“ mit der U23 weiter vorantreiben.

„Reisi“ stand schon am Freitag mit den Profis auf dem Trainingsplatz. Zwei Tage vor dem Punkteauftakt konnte er aus nächster Nähe den kommenden Zweitliga-Debütanten Holmar Eyjolfsson beobachten (Bergmann: „Er ist präsent im Zweikampf und überhaupt nicht ängstlich“) sowie Slawo Freier („Er hat gut trainiert“) und Mimoun Azaouagh („Aza ist auf einem sehr guten Weg“). Die beiden Routiniers konkurrieren um einen Platz im Mittelfeld, es sei denn, der VfL-Trainer, der gestern noch einmal daran erinnerte, wie gut Freier im Pokalspiel gegen Franck Ribery ausgesehen hatte, zieht den ehemaligen Leverkusener erneut zurück auf die Verteidigerposition. Schließlich ist die VfL-Führung wild entschlossen, den Fans in den kommenden Wochen und Monaten eine offensive und stets nach vorne denkende und spielende Mannschaft zu präsentieren. Da machen sich zwei Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen der Abwehr grundsätzlich nicht schlecht.

Hansa wird wohl "relativ defensiv" beginnen

Apropos Pokalspiel. Es ist zu wünschen, dass der mutige Auftritt der Mannschaft gegen die Bayern kurz vor Weihnachten noch in Erinnerung ist. Und überhaupt war ja der Dezember insgesamt ein durchaus beindruckender Monat aus Sicht der Bochumer. 6:0 gegen Aue, ein gutes 1:1 gegen den Aufstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf und ein souveränes 2:0 beim FSV Frankfurt - es gab schon einmal deutlich schwächere Phasen in der jüngeren Vergangenheit.

Bergmann weiß, dass Hansa, als Vorletzter mit dem Rücken zur Wand stehend, „alles in die Waagschale wirft, um den Klassenerhalt noch zu schaffen“, dabei aber „relativ defensiv“ beginnen wird. Normalerweise raten Trainer in diesem Fall zur Vorsicht, aber Bergmann will trotzdem nach vorne spielen lassen, ungeachtet auch seiner „sehr, sehr jungen Innenverteidigung“ mit Jonas Acquistapace (22) sowie Holmar Eyjolfsson (21), und wissend um das „Risiko“, den Rostockern damit „in die Karten zu spielen“.

Dem VfL-Trainer - und nicht nur ihm - ist es wichtig, dass die Fans eine Mannschaft zu sehen bekommen, die willens ist die Partie zu bestimmen und für sich zu entscheiden, auch wenn nicht alles klappen sollte. Man wolle eine „Atmosphäre schaffen, die Spaß macht, auch wenn es kalt ist“. Bergmann: „Ich hoffe, die haben Bock auf uns.“

Michael Eckardt

Kommentare
05.02.2012
09:40
Wir sind genügsam..
von FreieMeinung79 | #6

..aber das schon seit Jahren. Wir wollen einen VFL sehen, der mit seinen limitierten Mittel den Gegner 90% lang mit 100% Einsatz attackiert, unter...
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2012-02-03 19:43
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