Die Ferien habt ihr euch verdient

Foto: Holger Handstein

Die Osterferien sind da – endlich. Denn in den vergangenen Wochen wussten viele von euch nicht, wo ihnen der Kopf stand vor lauter Klausuren, Klassenarbeiten und Tests. Und: Auch die Rückgabe solcher Leistungsüberprüfungen kann eine Qual sein.

Je nachdem, zu welchem Rückgabe-Typ euer Lehrer (oder eure Lehrerin) gehört, ist die Prozedur mehr oder weniger anstrengend. Erkennt ihr jemanden wieder?

„Packt die Hefte jetzt bitte ein...”: der Pragmatiker

Herr Müller (Name natürlich erfunden) legt die korrigierten Klausurhefte auf das Pult. Sofort wird die Klasse unruhig. Dass es unfair wäre, diese Spannung weiter aufzubauen, ist Herrn Müller klar. Er schreibt fix den Notenspiegel an die Tafel. Klassendurchschnitt: 3,1. Zügig legt der Lehrer jedem Schüler sein Heft vor die Nase. Bewertende Kommentare wie: „Das war ja mal gar nichts, Markus!” oder „Super, Pia!” spart sich dieser Lehrertyp – Gott sei Dank! Die nächsten Minuten überlässt er der allgemeinen Stimmung. Er lässt Jana ihren Mitschülern stolz erzählen, dass sie soeben ihre erste 1 in Mathe bekommen hat, Nicole darf weinen wegen ihrer 5. Danach sagt er jedoch bestimmt: „Packt die Hefte jetzt bitte ein, damit wir mit dem Unterricht beginnen können.”

Diesen Rückgabe-Typ nennen wir den „Pragmatiker”. Und wir wünschen uns mehr davon!

Lisa Großkopf

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„Komm mal her...”: die Petze

Die Klassenarbeiten liegen auf dem Lehrerpult. Man möchte seine Arbeit jetzt eigentlich einfach nur schnell wiederbekommen. Doch leider ist noch etwas Geduld gefragt. Denn der Rückgabe-Typ „Petze” wird jeden Einzelnen nach vorne holen, um dort die Klassenarbeit persönlich zurückzugeben. Das ist ein enorm blödes Gefühl, da es meistens ganz leise in der Klasse ist – und so alle die Noten der anderen erfahren.

Oft sprechen Lehrer des genannten Typs auch noch die Fehler an. Folge: Man merkt förmlich, wie man immer kleiner und kleiner wird. Parallel werden die Ohren der Mitschüler immer größer und größer.

Den Lehrer stört die Peinlichkeit nicht. Denn auch im Unterricht liebt er es, Schüler ein wenig mit ihren Fehlern aufzuziehen.

Isabel Grabow

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„Tut mir echt leid...”: der Schauspieler

Der Lehrer vom Rückgabe-Typ „Schauspieler” betritt die Klasse mit einem hämischen Grinsen. Er beginnt, aufgrund der knappen Zeit, sofort mit der Korrektur der Klausur. Erwartungsvoll schreiben wir Schüler alles ab und können das Ende der Stunde fast nicht mehr erwarten. Doch kaum klingelt's, verabschiedet sich der Lehrer mit einem noch breiteren Grinsen und beteuert mit ironischem Unterton, wie leid es ihm tue, dass er die Klausuren doch nicht dabei habe. Empörung verbreitet sich in der Klasse, alle sind sauer wegen dieses Tricks. Bei der Rückgabe ein paar Stunden später zeigt sich dann: Das Versprechen, die Klausur locker zu bewerten, hat der „Schauspieler” auch nicht eingehalten.

Ricarda Rütjes

 
 

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