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Finanzinvestoren offenbar an der Valovis Bank interessiert

01.07.2012 | 16:51 Uhr
Foto: /ddp images / dapd/dapd

Die US-Finanzinvestoren Apollo und Lone Star zeigen einem Medienbericht zufolge Interesse an der früheren KarstadtQuelle Bank. Beide böten getrennt und wollten jeweils weniger als den Buchwert für das Institut zahlen, das heute Valovis Bank heißt, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Insider.

Hamburg (dapd). Die US-Finanzinvestoren Apollo und Lone Star zeigen einem Medienbericht zufolge Interesse an der früheren KarstadtQuelle Bank. Beide böten getrennt und wollten jeweils weniger als den Buchwert für das Institut zahlen, das heute Valovis Bank heißt, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Insider. Der Buchwert ist gleichzusetzen mit dem Kernkapital, das Ende 2011 rund 280 Millionen Euro betrug.v

Demnach sind die Investoren vor allem an der Pfandbrieflizenz interessiert, die von der ehemaligen Karstadt Hypothekenbank in die Valovis Bank eingebracht wurde. Sie ermöglicht die günstige Aufnahme frischer Mittel durch den Verkauf von Pfandbriefen.

Ende Mai war bekanntgeworden, dass das Kapital der Valovis Bank wegen einer Abschreibung auf Griechenland-Anleihen von 120 Millionen Euro unter die verbindliche Quote von acht Prozent der nach Risiken gewichteten Bilanzsumme gefallen war. Da der Eigentümer, der Pensionsfonds der KarstadtQuelle-Mitarbeiter, das Kapital nicht auffüllen konnte, musste der Bundesverband deutscher Banken (BdB) helfen. Aus Mitteln seines Einlagensicherungsfonds stellte er eine Garantie über knapp 100 Millionen Euro. Zeitgleich startete der Pensionsfonds in Abstimmung mit dem BdB den Verkaufsprozess.

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