Bochum

Nach Abstimmung: Eklat bei der VfL-Mitgliederversammlung

VfL-Mitglieder vor der Jahrhunderthalle.
VfL-Mitglieder vor der Jahrhunderthalle.
Foto: firo

Bochum. Die Profiabteilung des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum ist ausgegliedert, doch Mitglieder, offensichtlich aus der Ultra-Szene, sorgten direkt nach der Bekanntgabe des Ergebnisses für einen Eklat.

Sie verließen umgehend und geschlossen die Jahrhunderthalle, Stühle gingen dabei zu Bruch, ein lauter Knall hallte durch das Foyer, als insgesamt drei Böller gezündet wurden. Nach Informationen dieser Redaktion erlitt ein Mitarbeiter der Jahrhunderthalle dabei ein Knalltrauma, da er zufällig in der Nähe stand. Automatisch wurde wegen des Knalls und Rauches die Warnanlage ausgelöst, zusätzlich wurde der Feuernotruf wissentlich ausgelöst: Die Besucher wurden zum Verlassen der Halle aufgefordert. Wilken Engelbracht, Bochums Finanzvorstand, und der Sicherheitschef behielten aber die Ruhe und gaben Entwarnung. Dieser auffällige Teil der Ausgliederungs-Gegner zog im Anschluss weiter Richtung Stadion, begleitet von der Polizei.

Zuvor hatten 2158 Mitglieder mit Ja gestimmt, dass der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb des Vereins ausgegliedert wird, das entsprach bei 2708 abgegebenen Stimmen (1 ungültig) 80,19 Prozent. 75 Prozent waren für den historischen Schnitt erforderlich gewesen. 533 Mitglieder (19,81 Prozent) stimmten mit Nein.

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