„Katastrophal schlecht“ - Alexander Zverev geht nach frühem Aus bei US Open hart mit sich ins Gericht

  • Alexander Zverev ist in der 2. Runde der US Open ausgeschieden
  • Dabei war er für viele als Geheimfavorit ins Turnier gegangen
  • Im Interview nach der Partie sparte der 20-Jährige nicht mit Selbstkritik

New York. Die deutsche Tennishoffnung Alexander Zverev (20) ist überraschend in der 2. Runde der US Open ausgeschieden. Die Nummer 6 der Welt verlor gegen den Kroaten Borna Coric (20) mit 6:3, 5:7, 6:7, 6:7. Im Interview nach dem Spiel rechnete er hart mit sich selbst ab.

„Ich habe im zweiten und dritten Satz sehr, sehr schlecht gespielt. Von meinem Level her war es ziemlich katastrophal. Das ist enttäuschend, denn das Feld war offen im unteren Tableau.“

Zverev fühlte sich als Favorit

Nach der Absage von Andy Murray, der bis vor kurzem die Weltrangliste anführte, hatte sich der 20-Jährige berechtigte Hoffnungen gemacht, weit zu kommen. „Ich habe dieses Jahr große Turniere gewonnen. Vom Tennisstandpunkt her hatte ich auch das Gefühl gehabt, dass ich ein Favorit bin.“

Auch auf die Frage, ob der Druck vielleicht am Ende zu groß war, hatte Zverev eine klare Antwort. „Nein, ich muss schon seit frühster Jugend mit Erwartungen umgehen. Für mich ist da nur ein weiterer Schritt. Das Problem war, dass mein Niveau einfach nicht hoch war. Körperlich war ich aber in Ordnung.“

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Deswegen sah der Hamburger die Niederlage auch nicht als Teil seiner Entwicklung. „Wie lange werde ich noch sagen, dass ich lernen soll? Ich habe gegen einen 20-Jährigen gespielt. Es ist ja nicht so, dass ich gegen Roger Federer oder Rafael Nadal verloren habe. Mein Jahr läuft gut, aber mein Grand-Slam-Jahr lief nicht so.“

Trotz aller Enttäuschung, weiß auch Zverev, dass er in Zukunft noch große Turniere gewinnen kann. „Das Turnier war frustrierend, aber mein Leben geht weiter. Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten und diesen Titel vielleicht in der Zukunft zu gewinnen.“ (fr/sid)

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