Formel 1: Teamchef mit irrem Vorschlag – Ferrari, Mercedes und Red Bull sollen...

Formel 1: Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat einen irren Vorschlag.
Formel 1: Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat einen irren Vorschlag.
Foto: imago images/Eibner

Ferrari, Mercedes und Red Bull dominieren in den letzten Jahren die Formel 1. Für andere Teams ist der technische Rückstand auf die Top-Teams kaum aufzuholen.

Durch die Corona-Krise sind die Rennställe finanziell arg gebeutelt. Deshalb hat Red-Bull-Teamchef Christian Horner jetzt einen irren Vorschlag.

Formel 1: Horner-Vorschlag – Kleine Teams sollen Autos kaufen

Um den Sieg in der Formel 1 mitfahren gelingt nur ganz wenigen Teams. Mercedes, Ferrari und Red Bull sind den restlichen Teams weit voraus. Die Boliden der Spitzenteams sind schlichtweg schneller.

Hinzu kommt, dass die finanziellen Einbußen durch die Corona-Krise enorm sind. Um die „kleinen“ Teams zu entlasten, schlägt Red-Bull-Boss Christian Horner folgendes Modell vor: Die Top-Teams sollten ihre Autos am Saisonende an die schwächeren Mannschaften verkaufen.

Horner habe „kein Problem damit, für einen kurzen Zeitraum von ein bis zwei Jahren“ diese Regelung in der Formel 1 einzuführen. Die kleineren Rennställe könnten die komplette Technik bei einem der Topteams einkaufen und müssten nur noch die Mechaniker für den Einsatz des Rennteams stellen. Damit würden sämtliche Kosten für „Forschung und Entwicklung“ wegfallen, so Horner bei Sky F1.

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Das ist Christian Horner

  • Geboren am 16. November 1973 in Leamington Spa, England
  • Von 1994 bis 1998 war Horner selber als Rennfahrer aktiv
  • 1999 wurde Teambesitzer des Formel 3000-Teams „Arden“
  • 2005 wurde Teamchef des neugegründeten Formel-1-Teams „Red Bull“
  • Mit Sebastian Vettel gewann er vier Mal in Folge den Weltmeistertitel (2010-2013)

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Modell bei fünf Teams denkbar

Infrage käme dieses Modell wohl für insgesamt fünf Teams: AlphaTauri, Racing Point, Alfa Romeo, Haas und Williams. „Ihr stellt nur das Rennteam. Wir verkaufen euch unser Auto in Abu Dhabi. Nehmt es! Das wird der schnellste Weg sein, mit geringen Kosten konkurrenzfähig zu sein“, sagt Horner.

In der Formel 1 wird momentan heiß über eine Reduzierung der Kosten diskutiert. Ab 2021 will der Rennsport eine neue Budgetobergrenze einführen – von 175 auf 100 Millionen Euro. Für Horner ist das falsch gedacht: „Eigentlich sollten vielmehr die größten Kostentreiber im Mittelpunkt stehen“, so der 46-Jährige.

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Regeländerung bereitet Sorgen

Zudem blickt er mit Sorgenfalten auf die Regeländerung, die 2022 eingeführt werden sollen. Diese seien es, die die Kosten in die Höhe treiben würden. Man müsse 2021 doppelte Entwicklungskosten einplanen.

„Der gute alte Ron Dennis hat immer gesagt: 'Wenn du in diesem Business Kosten einsparen möchtest, dann ändere nichts!' Und damit hatte er absolut Recht“, so Horner.

 
 

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