Drama bei der Vierschanzentournee: Freitag stürzt und muss Traum vom Gesamtsieg begraben

Richard Freitag stürzte beim Springen in Innsbruck.
Richard Freitag stürzte beim Springen in Innsbruck.
Foto: imago/GEPA pictures

Innsbruck. Für Skispringer Richard Freitag ist der Traum vom Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee vorzeitig beendet.

Der deutsche Hoffnungsträger stürzte in Innsbruck im ersten Durchgang nach einem Flug auf 130,0 m und hat damit keine Chancen mehr auf den Goldenen Adler.

Freitag hielt sich kurz den rechten Arm, verließ die Schanze aber auf eigenen Füßen und winkte ins Publikum. Zum zweiten Durchgang trat er nicht mehr an.

Kritik an der Jury

„Ich habe noch keine Info, wie es ihm genau geht. Schade, dass dieser großartige Sportler hier nicht belohnt wird", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF und kritisierte die Jury: "Es war definitiv zu viel Anlauf. Ich habe das gestern schon befürchtet. Bei diesen Bedingungen darf man nie und nimmer so weit springen lassen.“

Klar in Führung liegt der Pole Kamil Stoch, der bei ständig wechselndem Wind und Dauerregen ebenfalls auf 130,0 m segelte und vor seinem dritten Sieg in Folge steht. Völlig überraschend auf Rang zwei folgt Markus Eisenbichler (Siegsdorf) punktgleich mit dem Norweger Daniel Andre Tande. Glänzend im Rennen liegen auch Vizeweltmeister Andreas Wellinger (Ruhpolding), Stephan Leyhe (Willingen) und Karl Geiger (Oberstdorf) auf den Rängen fünf, sechs und acht.

Kraft nur 23.

Auch Constantin Schmid (Oberaudorf) schaffte es in den zweiten Durchgang, den Pius Paschke (Kiefersfelden) zum dritten Mal in Folge verpasste. Einen weiteren Rückschlag kassierten die arg gebeutelten Österreicher.

Für Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, in der Gesamtwertung auf Rang 15 bislang bester ÖSV-Adler, war der Wettkampf nach einem schwachen Sprung auf 117,0 m vorzeitig beendet, Doppel-Weltmeister Stefan Kraft belegt nur den 23. Rang. Auch der viermalige Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) verpasste den zweiten Durchgang. (sid)

 
 

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