Zusammenleben, so und so

Warum die Aktion "Warm durch die Nacht" ein kleines, aber wichtiges Zeichen gegen die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft setzt.

Warm durch die Nacht“ kümmert sich um die am Rande, die im wahren Wortsinn im Dunkeln sind. Die keinen Fuß mehr in eine Wohnungstür kriegen, die keine Familie mehr haben und keine Kraft, ein neues Leben aufzubauen. Aber auch um die, bei denen am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist. Es sind viele, die um einen Teller Suppe und ein warmes Wort anstehen in Gelsenkirchen und anderen Städten im Ruhrgebiet. Und dann sagen die ehrenamtlichen Helfer einen erstaunlichen Satz: „Diese Menschen rücken wieder in die Gesellschaft zurück.“ Die vom Rand?

Tatsächlich ist genau solches passiert. Der quietschende Suppenwagen hat aufmerksam gemacht auf die, die Hunger haben, frieren und allein sind. Im Laternenlicht hinterm Bahnhof sind sie sichtbar geworden, die sich sonst lieber verstecken. Und Bürger mit Bett und vollem Kühlschrank haben sich berühren lassen: bringen Konserven und Kleider, fassen selbst mit an. Diese Gesellschaft, in der beide Gruppen einander begegnen, könnte ein tröstlicher Gegenentwurf sein zu der, in der Sterbenden keine Hilfe gerufen und Behinderten nicht aufgeholfen wird. Allein, es ist dieselbe.

 
 

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