Mütter-Studie

Zum Glück gehört der Zweifel

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Es gibt Mütter, die sind pausenlos glückliche Mütter. Zumindest wirken sie so: Gelassen, kraftvoll und immer lächelnd steuern sie den Familientanker um Untiefen und durch schwere See. Sie wollten Kinder, sie haben Kinder – und sie bereuen nichts. Und dann gibt es all die anderen Mütter. Teilzeit-Glückliche, Halbtags-Entspannte. Frauen, die nach einem langen Tag aufs Sofa fallen und sich den Gedanken erlauben, wie das Leben ohne Kinder wäre. Mehr Selbstbestimmung, weniger Verantwortung, weniger Sorge. Und die ihrer besten Freundin stecken: Es gibt Tage, da wünsche ich mir mein altes Leben zurück.

Es ist banal – aber längst durch Studien belegt: Eltern sind auf Dauer nicht glücklicher als Kinderlose. Wer Kinder hat und nicht ständig innerlich vor Freude über sein Lebensmodell glüht, muss sich also deshalb noch keine Sorgen machen. Es ist im Gegenteil sogar gut, über Zweifel nachzudenken: Zu jeder großen Lebensentscheidung gehören auch die Krisenmomente: War es wirklich richtig? Wer würde ich heute sein, ohne Kinder? Es wäre seltsam, wenn ausgerechnet bei der Entscheidung für Kinder alles von Anfang bis Ende rosarot wäre.

Wer sich seine Zweifel nicht erlaubt, verbraucht nicht nur unnötig Kraft, um die Fassade der glücklichen Elternschaft aufrecht zu erhalten, er verpasst auch die Chance, Dinge zu ändern. Was war denn so schön am alten Leben? Die Freiheit? Dann bitte schön: Freiheiten kann man organisieren. Die Sorglosigkeit? Dann los: Verantwortung kann man teilen. Einfach mal versuchen.

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