Zerreißprobe für NRW

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat erst vor kurzem noch mal betont, dass es mit ihr in NRW kein Fracking geben wird. Das Bild entstand bei einem Besuch in Kanada 2013, bei dem sich Kraft über die umstrittene Technologie informierte.
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat erst vor kurzem noch mal betont, dass es mit ihr in NRW kein Fracking geben wird. Das Bild entstand bei einem Besuch in Kanada 2013, bei dem sich Kraft über die umstrittene Technologie informierte.
Foto: dpa

Kommt Fracking nun doch durch die Hintertür? Der Gesetzesentwurf der Bundesumweltministerin gibt den Befürchtungen der Umweltverbände jedenfalls neue Nahrung. Die „strengste Fracking-Regelung, die es je gab“ – das klingt schon sehr nach jener Mauer, die einst niemand zu bauen beabsichtigte.

Für Nordrhein-Westfalen – besonders für die rot-grüne Koalition in Düsseldorf – kann das Fracking-Gesetz noch zur Zerreißprobe werden. In NRW lagern neben Niedersachsen die mit Abstand größten Vorkommen frackbaren Gases in Deutschland. Das schafft Begehrlichkeiten.´

Die Niedersachsen erwirtschaften mit der Vergabe von konventionellen Bohrlizenzen hundert Millionen Euro im Jahr. Auch NRW hat im Namen der deutschen Energiesicherheit viel Wohlstand erwirtschaftet – aber auch viele Narben davongetragen. Verständlich also, dass die Bürger keine neue Wunden in der Landschaft mehr sehen wollen.

 
 

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