Zementierte Verhältnisse

Die Studie zur Kinderarmut zeichnet ein deprimierendes Bild. Deprimierend wegen der erschreckend hohen Zahl betroffener Kinder, und auch, weil keine Hoffnung auf eine Trendwende gemacht wird. Die deutsche Gesellschaft spaltet sich immer deutlicher auf in Arm und Reich. Wer in einer Hartz-IV-Familie aufwächst, hat ein beständig wachsendes Risiko, Zeit seines Lebens auf staatliche Hilfen angewiesen zu sein. Zementierte Armut im reichen Deutschland.

Die Politik ringt um Lösungen. Bislang mit keinem spürbaren Erfolg. Offensichtlich reichen die Anstrengungen nicht aus. Zur Wahrheit gehört auch, dass viele arme Eltern längst aufgegeben haben und Alleinerziehende oft überfordert sein müssen: Wie soll ihr Nachwuchs es schaffen, zumal Kitas und Schulen nicht alles ausbügeln können? Kinder sind unsere Zukunft, wird immer wieder betont. Liest man die Studie, kann man diesen Satz so nicht mehr stehen lassen.

 
 

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