Wenn Rabauken Karriere machen

Man muss kein Rüpel sein, um Chef zu werden. Bei Männern scheint es aber zu helfen.
Man muss kein Rüpel sein, um Chef zu werden. Bei Männern scheint es aber zu helfen.
Foto: Ciaran Griffin/Getty Images
Firmengründer waren als Jugendliche überdurchschnittlich oft damit beschäftigt, Regeln zu brechen und Verbote zu umgehen, um ihre Ideen durchzusetzen. Antisoziale Wesenszüge nennen das die Forscher. Frauen hingegen führen ihre Unternehmen oft anders als Männer: weniger aggressiv, weniger wachstumsorientiert. Man muss kein Rüpel sein, um Chef zu werden.

Die Streber studieren Jura, die Sportlichen gehen zur Polizei, die Hartgesottenen werden Chirurg. Und die größten Rüpel der Klasse machen später mal ihr eigenes Ding und gründen eine Firma.

Ist doch so, oder? Kennt nicht jeder genügend Beispiele? Gut, vieles davon ist Klischee. Nicht jeder gute Richter oder Staatsanwalt war früher mal ein Streber. Und nicht jeder Rabauke wird ein zweiter Bill Gates. Aber ist es nicht immer wieder schön, wenn die Forschung bestätigt, was wir schon immer geahnt haben?

In diesem Fall ist es mal so: Firmengründer waren als Jugendliche überdurchschnittlich oft damit beschäftigt, Regeln zu brechen und Verbote zu umgehen, um ihre Ideen durchzusetzen. Antisoziale Wesenszüge nennen das die Forscher.

Muss man also antisozial sein, um in der Wirtschaft Erfolg zu haben? Nein. Weibliche Firmenchefs kamen in der Regel ohne rebellische Allüren in der Jugend aus. Sie führen ihre Unternehmen aber oft auch anders als Männer: weniger aggressiv, weniger wachstumsorientiert. Man muss kein Rüpel sein, um Chef zu werden.

 
 

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