Wachsam bleiben!

Rassistische Hetze gegen Flüchtlinge und Übergriffe auf Asylbewerberheime sind ein beängstigend stark wachsendes, in Zahlen aber noch immer verschwindend kleines Phänomen aus der braunen Ecke des gesellschaftlichen Stumpfsinns. Das Innenministerium zählte an Rhein und Ruhr 22 solcher Delikte im ganzen Jahr – von der Sachbeschädigung bis zum Tragen verfassungswidriger Abzeichen. Dagegen stehen täglich Tausende Beispiele zumindest friedfertiger Einsicht in die Not der rund 40 000 neuen Asylbewerber, die hier jedes Jahr Schutz suchen. Darf man die Kriminalitätsstatistik deshalb ignorieren? Nein. In NRW, wo 1993 der barbarische Brandanschlag von Solingen weltweites Entsetzen hervorgerufen hat, verdient jede solcher Meldungen höchste Wachsamkeit.

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