Viel Wind um wenig Energie

Ja zur Windkraft? Nein zur Windkraft? Das Thema ist komplex. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Vielerorts sind die Windräder umstritten, spalten Dörfer, lösen Entrüstung und Wut aus. Warum? Nicht nur, weil sich die Landschaft mit den Betontürmen der umweltfreundlichen Energie nicht zum Besten wandelt.

Sondern? Weil sich die Anwohner überfahren fühlen. Auf Biegen und Brechen soll eine Energieform, die mit öffentlichen Fördermitteln unterwegs ist, durchgeboxt werden. Dass die Pläne und Gutachten der Kommunen beim ersten Entwurf des Windenergiekonzeptes der Bezirksregierung Arnsberg förmlich wie Luft behandelt worden sind, hat einen ersten Sturm der Entrüstung ausgelöst. Zu Recht. Dass der Landesbetrieb Wald und Holz zudem ohne Rücksprache jüngst mit Lennestadt und Medebach Standortsicherungsverträge mit Investoren abschließt, macht dies nicht besser.

Wer sich mit der Materie beschäftigt, wundert sich über magere Einspeiseleistungen der Windräder bei massivem Ausbau. Fragen melden sich: Stimmt die Verhältnismäßigkeit? Viel Raubbau in der Natur für wenig energetische Wirkung? Ist es richtig, am Ausbau einer Energie festzuhalten, die nicht gespeichert werden kann? Zum Wohle der Projektierer? Zweifel bleiben. Windkraft bleibt eine windige Geschichte. So oder so.

 
 

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