Verwundbare Gesellschaft

Der Hackerangriff zeigt die Verwundbarkeit der digitalisierten Gesellschaft - die Euphorie über die Technik hat den Sicherheitsaspekt verdrängt.

Alles aus einer Hand. Alles im Besten Telekom Netz“ – dieser Slogan erweist sich für den deutschen Telekommunikations-Riesen als Bumerang. Auch das vermeintlich „beste Netz“, das die Telekom ihren Kunden nach eigenen Angaben anbietet, ist störungsanfällig. Wenn knapp eine Million Nutzer nicht telefonieren und surfen können, zeigt das, wie verwundbar unsere Gesellschaft durch ihre Abhängigkeit von Telekommunikationsdiensten geworden ist. Auf das Fernsehen kann man verzichten, der Zugang zum Internet ist für Wirtschaft und Verwaltungen aber lebensnotwendig.

Das Bundesamt geht von einem weltweiten Angriff auf DSL-Router durch Hacker aus, die das Telekom-Netz empfindlich störten. Der Regierungssprecher in Berlin verweist auf die „Bedeutung der Cybersicherheit“ und lässt damit die Alarmglocken schrillen. Die Vernetzung der Welt bringt uns sicherlich viele Vorteile, die wir nicht missen wollen. Sie bietet aber auch offene Flanken für Kriminelle, die Daten stehlen oder Terroristen, die Konzerne, Krankenhäuser oder das ganze öffentliche Leben lahmlegen wollen. Bei aller Euphorie für die Digitalisierung ist das Thema Sicherheit ins Hintertreffen geraten.

 
 

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