Ungutes Gefühl bei Klaedens Wechsel

Eckart von Kladen wechselt vom Bundeskanzleramt zu Daimler. Solche Fälle sorgen für Skepsis.
Eckart von Kladen wechselt vom Bundeskanzleramt zu Daimler. Solche Fälle sorgen für Skepsis.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
Der Zeitpunkt des Wechsels von Eckart von Klaeden zu Daimler ist ungünstig. Solche Fälle sorgen für Skepsis, wenn Politiker die Seiten wechseln. Klare Karenzzeit-Regelungen sind also überfällig – Spitzenpolitiker sollten erst nach einer Frist zu einem Unternehmen wechseln dürfen.

Es mag ja sein, dass Eckart von Klaeden nicht in Entscheidungen zur Autoindustrie involviert war. Dennoch kommen bei seinem Sprung zu Daimler ungute Gefühle auf. Der Zeitpunkt ist ungünstig. Die Union wird nicht glücklich sein, dass der Abgang vor der Wahl bekanntgegeben wurde.

Zum anderen gab es pikante Fälle. Gerhard Schröder etwa heuerte 2005 bei Nord Stream an, die die Ostsee-Pipeline betreut. Als Kanzler hatte er das Projekt wohlwollend begleitet.

Solche Fälle sorgen für Skepsis, wenn Politiker die Seiten wechseln. Klare Karenzzeit-Regelungen sind also überfällig – Spitzenpolitiker sollten erst nach einer Frist zu einem Unternehmen wechseln dürfen. So kann man das Risiko verringern, dass Entscheidungen zugunsten eines künftigen Arbeitgebers gefällt werden. Doch grundsätzlich ist gegen einen sauberen Neustart eines Politikers in der Wirtschaft nichts einzuwenden.

 
 

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