Tödliche Botschaft

Trauerzug in Moskau: Tausende säumen den Weg zur letzten Ruhestätte von Boris Nemzow.
Trauerzug in Moskau: Tausende säumen den Weg zur letzten Ruhestätte von Boris Nemzow.
Foto: Sergei Ilnitsky
Es darf bezweifelt werden, dass die Hintergründe im Mordfall des Putin-Kritikers Boris Nemzow jemals aufgeklärt werden. Denn die Botschaft ist klar.

Die Spur im Mordfall des Putin-Kritikers Boris Nemzow führt nach Tschetschenien – so jedenfalls lautet die offizielle Version der kremlhörigen russischen Justiz. Doch die Zweifel an der Täterschaft der inhaftierten Verdächtigen wachsen. Sollen sie nur ihren Kopf hinhalten für einen Mord, den andere begingen – oder der von höchster Stelle angeordnet wurde?

Es darf bezweifelt werden, dass die wahren Hintergründe der Tat jemals aufgeklärt werden. Wahrscheinlicher ist, dass sie ebenso im Dunkeln bleiben wie bei den Morden an der Journalistin Anna Politkowskaja, an dem Oligarchen Boris Beresowski und an dem Ex-KGB-Spion Alexander Litwinenko.

Sie alle einte die Gegnerschaft zu Präsident Wladimir Putin, der keine Opposition aufkommen lässt. Wer auch immer die Schüsse auf Nemzow abfeuerte, die Botschaft ist klar: Wer Putin kritisiert, kommt nicht ungeschoren davon.

 
 

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