Steuermilliarden in akuter Gefahr

Finanzminster Varoufakis kündigt die Zusammenarbeit mit der Troika auf und will aus dem Hilfsprogramm aussteigen.
Finanzminster Varoufakis kündigt die Zusammenarbeit mit der Troika auf und will aus dem Hilfsprogramm aussteigen.
Foto: Yannis Kolesidis

Griechenlands Regierung aus Linken und Ultra-Nationalisten hält unbeirrt an ihren Wahlkampfansagen fest. Das war zu erwarten und zu befürchten.

Jetzt sorgt sie mit dem Rausschmiss der Troika und dem verkündeten Aus für die EU-Sparauflagen für einen handfesten Eklat und europapolitisches Chaos.

Wer von der griechischen Führung Kompromissbereitschaft erwartet hatte, den wiesen Regierungschef Tsipras und Finanzminister Varoufakis in die Schranken.

Griechischer Kurswechsel wird noch wehtun

Das 160 Mrd. Euro schwere Hilfsprogramm der EU, die Sparpolitik, die die griechische Bevölkerung mehr als hart getroffen hat, seit dem Wahlabend sind sie Geschichte. Abgewählt sozusagen.

Die Konsequenzen aus dem Kurswechsel sind noch gar nicht abschätzbar. Die Führung der EU ist schockiert.

Sie wird eine konsequente Antwort auf die Frage finden müssen, wie sie verhindern will, dass die Abermilliarden Steuergelder europäischer Arbeitnehmer unwiederbringlich versickern könnten.

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